Der falsche Zahnarztstuhl

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Der falsche Zahnarztstuhl

Der falsche Zahnarztstuhl

Emil Lorenz

Eine extrem ansehnliche große Frau mittleren Alters stand plötzlich vor mir.
„Sie suchen etwas?“, fragte sie mich und klemmte sich den Akt, den sie gerade noch in der rechten Hand gehalten hatte, unter den weiß bemantelten linken Arm. Ich war sicher, eine Ärztin vor mir zu haben.
„Guten Morgen, ich habe um 8 Uhr einen Untersuchungstermin.“ Sagte ich mit meiner freundlichsten Stimme und hielt ihr meine Überweisung unter die Nase. Sie hatte das Gesicht voller Sommersprossen, die sich nun in alle möglichen Richtungen bewegten, als sie die rechte Augenbraue fragend nach oben zog und ihre dezent geschminkten Lippen sich zu einem winzigen Lächeln verzogen.
„Ach ja?“, meinte sie nur, griff mit der freien Hand nach dem Papier und blies sich eine ihrer nackenlangen, hellrötlichen Locken aus der Stirn. Eine Geste, die bei einer Frau ihres Alters sehr sexy wirkte. Ich sah sie mir etwas genauer an. Sie hatte strahlend blaue Augen und ich glaubte auch auf ihren vollen Lippen ein paar Sommersprossen unter dem hellroten Lippenstift zu erkennen. Sie war eine Schönheit mit einer erstklassigen Figur. Der weiße Mantel verdeckte zwar das meiste, aber das, was man sehen konnte, regte die Phantasie mehr als an. Die weiße, enge Hose schmiegte sich in ihren Schritt wie eine zweite Haut.
„Hallo?“, hörte ich es in dem Moment wie aus weiter Ferne und kam wieder zu mir. Ich sah wieder nach oben, in ihre betörenden Augen.
„Verzeihung?“, fragte ich.
„Ich fragte, ob sie sicher sind“, meinte sie, und ich hatte keine Ahnung, was sie von mir erwartete. Mein Blick schweifte hinunter auf ihre Brüste, die sich kaum zu bändigen unter einem weißen Shirt befanden und ebenfalls größtenteils von dem weißen Mantel bedeckt wurden. Natürlich hatte sie gemerkt, dass ich sie mit den Augen bereits mehrfach ausgezogen hatte.

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