Sie drehte sich um und deutete mir an, ihr zu folgen. Am Ende des Gangs blieb sie vor einer Tür stehen, öffnete sie und stellte sich so, dass ich entweder warten oder mich an ihr vorbei drängen musste, um in den Behandlungsraum zu kommen. Ich entschied mich fürs Drängeln. Ich berührte eine ihrer Brüste und einen kurzen Moment sah ich wieder dieses unergründliche Lächeln in ihrem Gesicht, als ich mich keine 5 cm vor ihrem Venushügel an ihr vorbei drängte.
„Setzen Sie sich, ich komme gleich.“ Hörte ich sie sagen, dann wurde die Tür geschlossen. Ich sah mich um. Ein kleiner Schreibtisch in der hinteren Ecke und zentral ein Zahnarztstuhl, wie ich ihn ein oder zweimal in meinem Leben gesehen hatte. Meine Zähne waren top. Es fiel mir gar nicht wirklich auf, dass es keine Wasch- oder Ausspuckbecken gab. Auch keine Lampe, wie sie eigentlich üblich war. Auch hatte der Stuhl die Eigenart, zwei getrennte Ablagen für die Beine zu haben. Wie gesagt, es fiel mir nicht wirklich auf. Da es Sommer war und ich sowieso nur ein Shirt und eine kurze Jeans anhatte, lag ich nach einem kleinen Moment ausgestreckt in dem Stuhl. Vorbeugend schob ich schon mal meine Hände unter die Gurte, die auf jeder Armlehne angebracht waren. Auch dazu hatte ich keinerlei Idee und es verursachte in mir auch keinerlei schrillen Ton einer Alarmglocke. Es vergingen einige Minuten, dann öffnete sich hinter mir die Tür. Wurde wieder geschlossen und ich glaubte, gehört zu haben, dass sie auch verschlossen wurde.
„Ah, sehr schön.“ Sagte eine Stimme neben mir. Im nächsten Moment wurden die Gurte an meinen Unterarmen fast gleichzeitig an beiden Armen festgezogen.
„Sie haben das Wichtigste schon selbst erkannt.“ Meine schöne Ärztin erschien in meinem Blickfeld. Sie lächelte, diesmal über das ganze Gesicht.
Der falsche Zahnarztstuhl
8 18-29 Minuten 0 Kommentare
Der falsche Zahnarztstuhl
Zugriffe gesamt: 728
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.