Der Flügel – Rausch der Musik

Sophie von Wolfenstein - Teil 7

6 12-19 Minuten 0 Kommentare
Der Flügel – Rausch der Musik

Der Flügel – Rausch der Musik

Marvin Swan

Die Melodie der Mondscheinsonate entfaltete sich ruhig und getragen, ohne jede Eile, und Sophie merkte, wie sie unwillkürlich den Atem anhielt, nicht weil sie musste, sondern weil sich etwas in ihr darauf einstellte.
Als Klara endete, blieb es einen Moment still.
„Das hört sich …“, begann Sophie, hielt kurz inne und suchte nach einem Wort, das dem gerecht werden konnte, „… unglaublich an.“
Klara drehte sich leicht zu ihr, ihr Blick ruhig, beinahe prüfend.
„Man kann Musik nicht nur hören“, sagte sie leise, „man kann sie auch fühlen.“
Sophie lächelte leicht, unsicher, aber neugierig genug, um sich darauf einzulassen.
„Und wie soll das gehen?“
Klara nickte nur in Richtung des Flügels.
„Leg dich drauf.“
Sophie zögerte kurz, mehr aus Gewohnheit als aus wirklicher Skepsis. Dann schlüpfte sie aus ihren Boots und kletterte vorsichtig auf das Instrument, legte sich auf den Rücken und spürte sofort die kühle, glatte Oberfläche unter sich.
„Augen zu.“
Sie tat es.
Klara begann erneut zu spielen, diesmal tiefer, voller, mit mehr Gewicht in den Tönen, und zunächst war da nur Klang – bis Sophie bemerkte, dass es nicht dabei blieb.
Die Schwingungen wanderten durch das Holz in ihren Körper, erst kaum wahrnehmbar, dann deutlicher, breiteten sich über ihren Rücken aus, zogen sich langsam durch ihren Oberkörper, bis sie nicht mehr sagen konnte, wo die Musik aufhörte und ihr eigenes Empfinden begann.
Ihr Atem wurde ruhiger, tiefer, ohne dass sie es bewusst steuerte, und sie ließ sich einfach treiben, ließ zu, dass dieses neue Gefühl sich ausbreitete.
„Spürst du das?“, fragte Klara leise, ohne den Fluss zu unterbrechen.
Sophie nickte kaum merklich. Ihre Hand wanderte dabei zwischen ihre Beine und durch den glatten Stoff ihrer Leggings fing sie an, rhythmisch ihren Venushügel zu streicheln.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 541

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben