Prolog - Der Geheimtipp

"Das kleine Teehaus" in Kyoto

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Prolog - Der Geheimtipp

Prolog - Der Geheimtipp

Joana Angelides

So bildete sich mit der Zeit eine elitäre Gesellschaft heraus, die allerdings nur aus Frauen bestand.

Die einzigen Männer in diesem Klub waren sehr gut ausgebildete Masseure, die sich jedoch nur in den Massageräumen aufhalten durften.

Das Geheimnis dieses Klubs wurde von den Damen nur unter vorgehaltener Hand weitergegeben und sorgfältig gehütet. Denn, wenn ihre Ehemänner gewusst hätten, was dort wirklich vor sich ging, wäre es mit den wundervollen, erfüllten Nachmittagen sicher vorbei gewesen.

In jenem Moment, als die Frauen den Klub betraten, verwandelten sie sich innerlich in erregte, völlig geöffnete Hibiskusblüten, mit zitternden Staubgefäßen und leicht schwingenden Stielen.
Manche hatten einen Termin mit einem bestimmten Masseur, der bereits auf sie wartete, oder eine Verabredung mit einer Intimfreundin, mit der man dann einen erotischen Nachmittag verbringen konnte.

Manche jedoch ließen sich auch von den zur Verfügung stehenden Japanerinnen ins Bad und ins warme, duftende Wasser begleiten, mit warmen, duftenden Ölen einreiben und zarte Massagen unter Wasser verabreichen.
Man konnte dann entspannt im Wasser liegen, den Duft einatmen, den Kopf auf einem der weichen Polster am Wannenrand legen und warten.
Warten, bis sich auch das Mädchen von ihrem Kimono befreit hatte und langsam in die sehr breite Wanne gleitet. Sie beginnt dann, den Körper unter Wasser langsam zu massieren, die Brustspitzen immer wieder zu berühren, sie mit dem Seifenschaum zu bedecken und ihn wegzublasen.

Doch ist es am schönsten, wenn man dabei die Augen geschlossen hält und es einfach geschehen und sich überrollen lässt.

Unter der fachmännischen Behandlung der Mädchen beginnt die Massagedüse des Prausekopfes dann unvermutet an der Schulter und gleitet langsam am Hals vorbei und landet mit ihrem sanften Strahl an den Brustspitzen.

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