Welcher Teufel hatte sie geritten, als sie Maria verletzt und Wendelgard genötigt hatte? Es fielen ihr keine vernünftigen Antworten ein. Nur eines wusste sie: Sie war sehr, sehr müde. Eine Ganzkörpermüdigkeit war das, was da über sie hergefallen war. Wie in Trance knöpfte sie ihre Bluse auf, zog die Jeans aus und legte sich in Slip und BH zu Bett. Bald versank sie in tiefem traumlosem Schlaf.
Die Kursmitglieder nutzten den Rest des Tages, um sich kennen zu lernen. Das war ja keineswegs getan mit ein wenig Body Painting, Dildospielchen, Lachs lecken und voyeuristischen Ausschweifungen. Sie kannten ihre Körper mittlerweile gegenseitig recht gut, was aber fehlte, waren Hintergründe, Amüsantes, Geheimnisse aus den offenen Tiefen des Lebens. Die Lage entspannte sich, als ein hoch geschossener Kellner Orangensaft und Weisswein servierte. Er war angetan von Wendelgards reizvollem Bärchen, das da zwischen ihren schneeweissen Schenkeln leuchtete, und fixierte etwas später Bettinas Brüste. Es war aber nicht Erotik, wonach den Kursteilnehmerinnen jetzt der Sinn stand. Sie wollten nur eines: Raus an die frische Luft, raus ans Wattenmeer. Eine Ausnahme war Stefan. Er wartete still, bis seine Kollegen und Kolleginnen ihre Schuhe gebunden und die Jacken übergeworfen hatten. Dann stieg er nachdenklich die Treppe hoch und machte sich auf den Weg zum Schlafgemach der Kursleiterin.
Stefan hätte nicht zu sagen vermocht, was ihn dazu bewegte, sich von seinen Kollegen zurückzuziehen und sich mit der Kursleiterin, diesem autoritären Viech, zu befassen. DAS TIER 666 in ihm begann zu knurren, und das war es wohl, was ihn veranlasste, die Treppe zu erklimmen. “Was willst Du mit diesen paar Weibern am Wattenmeer, hm?” fragte der Teufel in ihm. “Händchen halten? Erst geilen sie Dich auf, die Schlampen, zeigen Dir ihre Körper, und dann brav an die frische Luft spazieren gehen?
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