Brigittes Foto

Der Isiris-Punkt: Teil 21 - 30

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Anita Isiris

Würge sie, während Du sie bumst, treib sie in den Wahnsinn”, meldete DAS TIER 666 sich wieder.

Wie von unsichtbaren Fäden gesteuert, drückte Stefan auf die Klinke der hintersten Tür im Korridor. An der Wand hing das durchsichtige Abendkleid der Kursleiterin, das sie beim Empfang getragen hatte. Stefan vergrub darin sein Gesicht, so, als wolle er sich, kurz vor der Tat, noch entschuldigen. Dann drückte er auf die Klinke.

Die Tür war verschlossen.

Das TIER 666 wurde zum Tierchen 666. Die 666 zur 66. Die 66 zur 6. Die 6 zur Sechs. Stefan liess die Hand sinken, seufzte leise und machte sich auf den Weg an den Strand zu seinen Kollegen. Jenseits der Tür lag die Kursleiterin in unschuldigem Schlaf, in keinster Weise ahnend, wovor die verschlossene Tür sie soeben bewahrt hatte. Es stellte sich bei ihr doch noch ein schöner, leichter Traum ein. Bettina, das „Wäldchen“, stand in einem durchsichtigen blauen Schleier vor ihr und lächelte ihr zu. Der Mond brachte ihr Haar zum Leuchten.

Sie war sehr angetan von der stillen, unscheinbaren, aber nicht minder anziehenden Bettina. Nur allzu gut hatte sie die Bewerbungsphotos von ihr in Erinnerung. Sie zeigten Bettina allesamt im grünen, kurzen Rock, den sie bei der offiziellen Begrüssung getragen hatte. Nur die Kameraeinstellung änderte sehr raffiniert. Einmal war Bettina von vorne zu sehen, auf einem vollkommen unspektakulären Bild mit einer grauen Häuserzeile im Hintergrund. Dann war da dieses legendäre Upskirt-Photo. Bettinas Höschen unter dem Rock. Schenkel, die irgendwo zusammentrafen. Wer ganz genau hinschaute, konnte sogar ihre Ritze, ihren “camel toe” erkennen. Eine schlichte Delle, ein Einschnitt im Slip. Mehr nicht. Aber tausenfach erotischer als manches Nacktphoto in Männermagazinen. Die Kursleiterin sammelte diese Magazine – in der Hoffnung, mal auf eine wirklich atemberaubende Bildstrecke zu treffen - etwa auf die unveröffentlichten Photos von Carla Bruni, die sie in eindeutigen Posen zeigen und irgendwo in Zürich in einem Archiv lagern.

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Gedichte auf den Leib geschrieben