Sie wirkte wie ein Vogel, der sich demnächst in die Lüfte schwingen würde, so er denn könnte. Sie verschränkte die Arme hinter dem Kopf und präsentierte ihren Kurskollegen ihr dunkles Achselhaar, das mit der dicht behaarten Muschi ein gleichschenkliges Dreieck bildete. Hübsch war sie, die Bettina, hübsch und sehr, sehr anziehend. Die Kursleiterin grinste träge und machte Handzeichen. Für einen kurzen Moment war nur noch Rauch zu sehen, dichter, undurchdringlicher Rauch. Und dann dieses Bild, das die drei männlichen Kursteilnehmer unisono aufschreien liess:
Die brennende Leinwand, die der Hotelhandwerker alsbald mit einem ordinären Feuerlöscher zum Schweigen brachte, hatte den Eindruck erweckt, es sei tatsächlich Bettina, die da in Flammen stand. Diese hatte den Raum aber längst verlassen und sich zu ihren Kolleginnen gesellt, genau so, wie sie von der Kursleiterin angewiesen worden war. “Keiner wäre mir zu Hilfe geeilt”, heulte sie, “keiner dieser drei Feiglinge. Sie hatten nur Augen für meine Titten und meine Muschi – und sie hätten mich seelenruhig verbrennen lassen”.
Wortlos verliess die Kursleiterin bald darauf den Seminarraum, gefolgt von drei nachdenklichen jungen Männern, die erst verarbeiten mussten, was sie da gesehen hatten. DAS TIER 666 legte sich wieder zur Ruhe; Stefan holte sich in der Küche ein Bier, während die andern sich auf ein opulentes Mittagsmahl freuten.
Schwere Wolken hingen über der kleinen Nordseeinsel; der Hafen wirkte verlassen, und das Aufklatschen der Bojen auf den Wellen klang wie ein Rhythmusspiel von Ausserirdischen, die einen andern Rhythmusbegriff kennen als wir. Nie ganz exakt im Takt, und doch im Takt. Eine verhüllte Gestalt drängte sich an die Häusermauer, schutzsuchend, flüchtig wie ein Schatten. Es war der Hotelhandwerker, der sich nach der Session mit der brennenden Leinwand zurückgezogen hatte.
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