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Wie zufällig waren am Abend auch Daniela und Gerhard bei den Anderssons in der Villa zu besuch. Es war schon dunkel draußen, als es an der Haustüre dreimal klingelte und irgendjemand ungeduldig gegen die Türe klopfte.
“Gehst Du mal...?” Nein, Olivia fragte nicht! Sie drückte ihren Wunsch aus, dass Clara die Haustüre öffnen sollte.
“Das ist bestimmt der...,” Clara und ihrem Bruder war durchaus bewusst, dass auch in diesem Jahr der Nikolaus ihnen einen Besuch abstatten könnte. Schon seit sie zu Hause waren drückten sie sich ein wenig schüchtern herum.
“Ich geh nicht!” beschloss die Sechsjährige und setzte sich demonstrativ auf das Sofa.
“Dann geh halt ich!” Leon schien furchtlos, dachte aber in diesem Moment nicht daran, dass draußen wirklich der Nikolaus stehen würde.
Der Junge riss die Türe auf und erstarrte. “Ho, ho!”, polterte der stattliche Mann mit dem weißen Bart gleich los. “Du bist Leon!”
Von unten herauf schaute der Vierjährige den heiligen Mann an und nickte.
“Keine Angst mein Junge!”, meinte der Nikolaus und fragte, ob er ihn nicht hereinbitten möchte.
Leon nickte erneut und lief voraus in das sehr geräumige Wohnzimmer. “Mama...!” Er kam dicht an Livia heran.
Der Nikolaus sollte den Kindern keinesfalls Angst einjagen. Und so lobte der stattliche Mann die positiven Seiten der Kids. “Du kennst Dich gut aus im Straßenverkehr!”, meinte er mit tiefer Stimme an Leon gewandt. Dieser hatte eine Standpauke erwartet, wegen seines Ausreißens. Ermahnt wurde er nur wegen des Hochkletterns auf den Baum, was ihm einen Anbruch seines Handgelenkes eingebracht hatte. “Wir wollen doch nicht, dass Dir etwas schlimmeres passiert!”
Danach war Clara an der Reihe. Der Nikolaus sprach davon, wie gut sie in der Schule ist und wie toll sie singen konnte. “Einen lieben Gruß soll ich Euch von eurer Mama ausrichten! Sie freut sich so sehr, dass ihr so brav seid!
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