Der letzte Tag

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Der letzte Tag

Der letzte Tag

Yupag Chinasky

Er werde es ja gleich selbst sehen und hören und vielleicht dann seine Meinung doch noch ändern und eine weitere Woche bleiben, ergänzte die Dünne. Er schluckte, sagte aber nichts.

Sie mussten nur noch ein kleines Stück die Straße entlanggehen, dann erreichten sie das Meer. Die Sonne stand schon recht tief, das Wasser glitzerte, die Hitze des Tages erreichte um diese Zeit ihren Höhepunkt, aber allmählich würde sie abnehmen und es würde angenehmer werden, die ideale Zeit für Musik und Tanz. Sie fanden einen ruhigen Platz und setzten sich in den warmen Sand. Sogleich begann die Dünne zu trommeln, erst leise und langsam, dann immer drängender und lauter. Die Dicke begleitete sie mit den Rasseln.

Sie halten den Rhythmus wirklich perfekt, dachte er, es fehlt nur noch, dass sie singen, aber das taten sie nun doch nicht.

Das etwas monotone Stakkato der beiden Instrumente erregte ihn. Und als sie aufstanden, um zur eigenen Musik zu tanzen, nahm die Erregung deutlich zu. Einige Strandbesucher hatten sich mittlerweile eingefunden, bildeten einen Kreis und klatschten begeistert Beifall. Denn nicht nur er, sie alle bekamen ein perfektes erotisches Schauspiel geboten. Die beiden Rauflustigen umkreisten sich und beobachteten sich aufmerksam. Zwei Katzen, die sich abschätzten, ehe sie zu kämpfen begannen. Oder besser gesagt, ein dünner Kater, der eine dicke Katze bespringen will, aber diese zunächst einmal aufgeilen muss, während das Objekt seiner Begierde demonstrierte, dass es auch ohne einen Macho zum erotischen Endziel kommen kann. Beide zeigten ganz deutlich ihre Reize, reckten die Brüste vor, wackelten mit den Hintern, steckten eine Hand zwischen die Schenkel und liebkosten ihre eigenen Muschis, aber sie berührten sich nicht gegenseitig.

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