„Es hat zumindest dazu geführt, dass Sie mich angesprochen haben.“
Sein Lächeln wird breiter, ohne je aufdringlich zu wirken.
„Das stimmt.“
Ein kurzer, ruhiger Moment entsteht zwischen uns, als hätten wir unausgesprochen beschlossen, dieses Spiel nicht sofort aufzulösen.
Ich deute auf den freien Stuhl mir gegenüber. „Setzen Sie sich doch. Wenn wir schon bei alten Zürcher Traditionen sind, können wir doch ganz gemütlich hier Zvieri haben.“
Er zögert nicht lange.
Und während er Platz nimmt, wird mir mit einer leisen, angenehmen Irritation bewusst, dass sich die Theorie gerade in etwas sehr Reales verwandelt.
Er bestellt, als hätte er das schon oft getan. Unaufgeregt. Präzise.
„Noch zwei Gläser Champagner und dazu Luxemburgerli“, sagt er zur Bedienung, dann ein kurzer Blick zu mir. „Es sei denn, Sie wollten aussteigen.“
„Jetzt?“ Ich schüttle den Kopf. „Das wäre unhöflich.“
Eine kleine Pause.
„Ich habe Sie schließlich eingeladen.“
„Indirekt“, ergänzt er.
„Der Löffel.“
Wir sehen beide gleichzeitig zu der Tasse.
Es ist erstaunlich, wie viel Bedeutung plötzlich in einem so kleinen Detail liegen kann.
„Glauben Sie, dass es früher wirklich funktioniert hat?“ fragt er.
Ich zucke leicht mit den Schultern. „Ich glaube, die interessantere Frage ist, was genau funktioniert haben soll.“
Er lehnt sich zurück. „Diskrete Kontaktaufnahme unter Eingeweihten?“
„Oder eine elegante Ausrede für Dinge, die man ohnehin tun wollte.“
Der Champagner kommt. Die Gläser klingen kaum hörbar.
Für einen Moment sagen wir nichts.
Es ist kein leeres Schweigen. Eher eines, das sich ausdehnt, Raum lässt für Blicke, die einen Augenblick zu lange dauern.
„Sie wären also dafür?“ fragt er schließlich.
„Ich weiß nicht, ob wir dieselben Mythen kennen. Mir hat man etwas von nackten Jünglingen und Glöckchen erzählt“, erwidere ich.
Der Löffel, die Glocke und wir
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Der Löffel, die Glocke und wir
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