Der Löffel, die Glocke und wir

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Der Löffel, die Glocke und wir

Der Löffel, die Glocke und wir

Chloé d'Aubigné

Zurück bleibt nur dieses Einverständnis zwischen uns — und der Schokoladenhase in meiner Hand.
Ich halte ihn hoch. „Also.“
Er sieht ihn an, dann mich, nickt. „Also.“
Für einen Moment stehen wir einfach da.
Dann müssen wir beide lachen. Leise zuerst, dann offener — nicht, weil es besonders komisch wäre, sondern weil es die Spannung löst, die sich unweigerlich aufgebaut hat.
„Das ist wirklich Ihr Ernst“, sagt er.
„Ich habe den Löffel hingelegt und Sie haben sich angeboten“, erwidere ich. „Jetzt kann ich schlecht aussteigen. Und Sie doch auch nicht.“
Ich trete einen Schritt näher.
Langsamer diesmal.
„Darf ich?“
Er nickt.
Und in diesem Nicken liegt keine Unsicherheit.
Das Ausziehen geschieht ohne Eile. Fast beiläufig. Und doch bekommt jede Bewegung ein Gewicht — jeder Knopf, jeder Stoff, der nachgibt.
Als er nackt vor mir steht, halte ich einen Moment inne.
Nicht aus Zögern. Sondern, weil ich alles sehen will. Bewusst.
„Das hätte ich nicht erwartet“, sage ich leise.
„Was genau?“
Ich lasse meinen Blick offen über ihn wandern. „Dass mir das so gut gefällt.“
Ein kurzes, schiefes Lächeln. Denn ja, er gefällt mir. Wie er einfach so vor mir steht. Ohne Posing, einfach nur er. Sein Körper ist nicht perfekt, nicht geschmeidig wie aus einer Werbung, sondern lebendig.
Ich trete näher.
Seine Stimme hat sich verändert — oder ich höre sie anders. Tiefer, näher.
Ich nehme die Glocke vom Hasen ab, stelle ihn auf die Seite. Schaue ihn an, bin noch unschlüssig, ob ich nun wirklich einfach dieses Glöckchen um seinen Penis binden soll oder ob dies doch eine Grenzüberschreitung wäre.
„So fühlt sich das unausgeglichen an“, fügt er hinzu.
Ich sehe ihn an.
Er macht eine kleine, fast beiläufige Bewegung zwischen uns. „Sie angezogen. Ich nicht.“
Ein Hauch von Wärme zieht durch meinen Körper, schnell, unerwartet.

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