Der Löffel, die Glocke und wir

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Der Löffel, die Glocke und wir

Der Löffel, die Glocke und wir

Chloé d'Aubigné

„Das lässt sich ändern“, sage ich.
Diesmal lache ich nicht.
Meine Finger greifen an den Saum meines Oberteils. Für einen Moment spüre ich das Zögern — nicht aus Scham, sondern aus Bewusstsein. Dass ich diesen Moment jetzt aktiv betrete.
Langsam ziehe ich den Stoff nach oben.
Sein Blick folgt mir, ohne auszuweichen. Und ich lasse ihn.
Als ich nackt vor ihm stehe, verändert sich etwas. Die Unsicherheit, die noch im Café in mir war, fällt leise ab — als hätte ich sie mit der Kleidung abgelegt.
Die Luft auf meiner Haut fühlt sich kühl an.
Oder ich bin einfach empfindlicher geworden.
Er tritt näher.
Langsam genug, dass ich jeden Zentimeter wahrnehme.
Seine Hand hebt sich, zögert einen Augenblick — nicht aus Unsicherheit, sondern wie eine bewusste Entscheidung — und legt sich dann an meine Hüfte.
Warm.
Fest.
Seine Finger passen sich meiner Bewegung an, nicht fordernd, aber auch nicht zurückhaltend.
Ich atme ein. Tiefer diesmal.
„Immer noch neugierig?“ frage ich leise.
„Mehr“, sagt er.
Seine Hand bewegt sich. Ein langsames Gleiten über meine Haut, das nichts erzwingt und gerade deshalb alles auslöst. Mein Körper reagiert sofort — nicht heftig, sondern wie ein leises Aufwachen unter seiner Berührung.
Ich lege meine Hand an seine Schulter, spüre die Spannung darunter, die Wärme, die sich von ihm auf mich überträgt.
Für einen Moment stehen wir einfach so.
Nackt.
Nahe.
Und vollkommen füreinander da.
Als er mich küsst, trifft es mich nicht unvorbereitet — und doch fühlt es sich an, als würde sich etwas lösen. Der Kuss ist ruhig, aber bestimmt. Kein vorsichtiges Abtasten, sondern ein klares, unmittelbares Näherkommen.
Ich erwidere ihn, zunächst langsam, dann mit mehr Druck, mehr Präsenz.
Seine Hand an meiner Hüfte zieht mich dichter an ihn heran, bis kein Abstand mehr bleibt.

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