Es gibt keinen Zweifel mehr, keine Distanz, nichts, was zurückgehalten wird.
Alles liegt ganz offen da.
Sein Atem wird hörbarer. Meiner auch.
Die Welt außerhalb dieses Raumes verliert endgültig an Bedeutung. Es gibt nur noch Nähe, Haut, Bewegung — und dieses leise, beinahe spöttische Klingen, das uns daran erinnert, wie alles begonnen hat.
Ich vergrabe mein Gesicht an seinem Hals, halte mich an ihm fest, nicht aus Unsicherheit, sondern weil ich ihn spüren will. Ganz.
„Das war nicht der Plan“, flüstere ich.
„Offensichtlich nicht“, sagt er, und ich höre das Lächeln in seiner Stimme.
Und doch fühlt sich nichts daran zufällig an.
Es ist kein hastiges Verlangen. Kein flüchtiges Aneinandergeraten.
Es ist etwas Tieferes.
Langsameres.
Etwas, das sich Zeit nimmt, auch wenn es sie nicht braucht.
Die Bewegungen zwischen uns finden ihren eigenen Rhythmus — erst suchend, dann sicher, dann selbstverständlich. Jede Reaktion führt zur nächsten, ohne dass wir sie bewusst steuern müssten.
Ich schließe die Augen.
Und für einen kurzen, klaren Moment tritt ein Gedanke hervor, fast nüchtern inmitten von allem anderen:
Dass es absurd ist.
Völlig.
Und gleichzeitig—
Dass ich selten etwas erlebt habe, das sich so wenig falsch anfühlt.
Ich halte ihn fester, spüre die Spannung, die sich aufbaut, sich verdichtet, bis sie sich nicht mehr ignorieren lässt. Und als sie sich löst, geschieht es nicht abrupt, sondern wie eine Welle, die sich langsam aufbaut und dann alles mitnimmt.
Mein Atem stockt.
Ich verliere für einen Moment jedes klare Denken.
Nur Gefühl bleibt.
Nähe.
Und dieses eine, helle Klingeln, das sich für einen Sekundenbruchteil in alles mischt.
Danach bleibt Stille.
Keine leere — sondern eine, die erfüllt ist von dem, was gerade war.
Ich öffne die Augen.
Sehe ihn an.
Und irgendwo in mir ist bereits dieses leise, kaum greifbare Wissen entstanden —
Dass dies kein Moment ist, der einfach vergeht.
Sondern einer, der bleibt.
Der Löffel, die Glocke und wir
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Der Löffel, die Glocke und wir
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