Der Mann mit dem Feuermal

Nach dem großen Sterben – Teil 29

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Der Mann mit dem Feuermal

Der Mann mit dem Feuermal

Reinhard Baer

Er wehrte sich nicht einmal richtig.
„Wehr dich. … Ich sage dir, warum ich dich gesucht habe.“
Wieder bezog er Prügel, hob abwehrend die Hände vor das Gesicht.
„Kannst Du dich noch an das Farmhaus östlich Strasburg/Colorado erinnern? Wo ein paar deiner Kumpel ihre dreckigen Schwänze ausgepackt haben um sich an meiner Frau zu vergehen?“
Endlich begriff er. Hatte er vielleicht bei der Gefangennahme auf ein bisschen Glück oder Gnade gehofft, stand ihm jetzt die nackte Angst in den Augen.“
Er beantworte meine Frage nicht, aber ich konnte deutlich sehen, dass er jetzt den Zusammenhang erkannte. Und er sah seine Zukunft. No mercy …
„Vier von euch Arschgeigen habe ich damals zu dem gemacht, was ihr längst hättet sein sollen: Donalds. Aber meine Frau ist dabei auch drauf gegangen. Und du Missgeburt, Sohn einer räudigen Hure, Abschaum vom Abschaum, bist mir damals entkommen. Darum – mein Freund, darum werde ich dich jetzt töteten. Aber nicht mit dieser wunderbaren ‚08‘ sondern langsam mit meinen eigenen Händen … damit du mehr davon hast.“
Auf ihm sitzend, legte ich meine Hände um seinen Hals. Endlich begann er sich ernsthaft zu wehren, aber es war zu spät! Aus meiner militärischen Spezialausbildung wusste ich, wie und wo ich drücken musste. Schon bald verließ ihn die Kraft und seine Abwehrbewegungen wurden belanglos. Er lief blau an im Gesicht, bis ihm der Sabber lief und seine geschwollene Zunge aus dem Mund hing. Ich bemerkte es warm werden an meinem Hintern. Sauerei! Die Ratte hatte sich im Todeskampf eingepisst.
Ich stand auf und sagte zu den beiden erstaunten Männern in Schwarz: „Glaubt mir, dass hatte er wirklich verdient.“

Im Hintergrund knallte es. Der letzte der Gangster fiel nach einem sauberen Kopfschuss in den Staub. Ich ließ mir ein Messer geben um es dem Feuermal-Mann in die Schläfe zu stechen. Ich fand, er sollte nicht als besonders hässlicher Donald irgendwelche Leute erschrecken.

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