Der Morgen danach und eine Firmenfeier

Eine nicht alltägliche Familie - Teil 45

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Der Morgen danach und eine Firmenfeier

Der Morgen danach und eine Firmenfeier

Grauhaariger

"Eine nicht alltägliche Familie“ ist die dritte Staffel der Geschichten um die Pilotin Olivia Andersson. Aufbauend auf „Eine nicht alltägliche Beziehung“ und "Eine nicht alltägliche Ehe".

Besonders Clara freute sich immer, wenn Ela sie und ihren Bruder zu einem Spieleabend einlud. Denn neben viel Zeit, die Daniela für die beiden hatte, gab es in der Penthousewohnung nur ein Gästezimmer, ihr „altes“ Kinderzimmer, in welchem die Geschwister auch während ihrer Besuche bei den Grubers nächtigten. Der Tod ihrer Mutter hatte Clara sehr mitgenommen. Und dass sie danach rund um die Uhr und wirklich gewissenhaft auf ihren kleinen Bruder aufgepasst hat, wird das Mädchen wohl nie vergessen. Schon bei ihrer Mutter und später Im Kinderheim hatten Bruder und Schwester ein gemeinsames Zimmer. Auch mit dem Einzug bei ihren Adoptiveltern durften sie ein Zimmer teilen. Clara empfand dies nie als lästig. Im Gegenteil! Sie hatte schwer mit sich zu kämpfen, als es im Haus dann getrennte Kinderzimmer gab. Der erste Todestag von Martina Riedl, er fiel genau in die Zeit, als Martin unplanmäßig nach Brasilien musste, war ein klarer Rückschlag für das Mädchen. Leon, dessen Erinnerung an seine Mutter wahrscheinlich nur durch Clara aufrechterhalten wurde, zeigte sich unverändert. Zusammen mit Frau Richter konnte Olivia ihre Tochter schon so nach und nach wieder aus ihren Tief herausholen. Und die Urlaubsbilder, die sie ihrer Mutter ans Grab brachte, spendeten vielleicht auch ein kleines bisschen Trost. Vor allem, da auch hier schon am Folgetag die Reihenfolge verändert war. Clara glaubte fest daran, dass dies ein Zeichen ihrer Mutter wäre…

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Zum 50jährigen Firmenjubiläum wurde im Hof der Gassner GmbH von einer Cateringfirma ein Kochzelt aufgestellt. Die Feier musste aus Zeitmangel klein gehalten werden. Martin versprach, wenn alle drei Großaufträge ohne Verzug fertiggestellt waren, sich bei seinen Mitarbeitern erkenntlich zu zeigen. Da man derzeit in zwei Schichten arbeitete, stand an diesem Tag erst das Mittagessen der Frühschicht auf dem Programm.

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