Der neugierige Feriengast

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Der neugierige Feriengast

Der neugierige Feriengast

Sven Solge

Ich kann es doch nicht lassen, ab und zu eine neue Geschichte zu schreiben!
Man möge mit mir Nachsicht üben.

Er konnte immer noch nicht glauben, dass das die gleich Frau war, die er im Kuhstall gesehen hatte. Diese leicht hervorstehenden Wangenknochen, waren ihm im Halbdunkel des Stalls überhaupt nicht aufgefallen, doch nun wurden sie, besonders durch seine Worte hervorgehoben, die eine leichte Röte bei ihr ausgelöst hatten.
Er dankte innerlich seiner Verlegerin, dass er sie ausgerechnet hierher verschlagen hatte, ein besseres Umfeld hätte er sich nicht wünschen können.
„Möchtest du etwas Schlagsahne auf deinen Kuchen?“ Wahrscheinlich hatte sie ihn schon einmal gefragt, deshalb beeilte er sich zu antworten.
„Ja, gerne!“, dabei schaute er auf ihre grazile Hand, die den Löffel hielt, um ihm jetzt einen großen Klacks Sahne auf sein Stück Kuchen zu schaufeln.
Auch diese Hand ließ wieder seine Fantasie mit ihm durchgehen, denn augenblicklich erschien die Vorstellung in seinem Kopf, wie diese Hand sein bestes Stück umspannen würde.
Verdammt was war nur los mit ihm, so hatte er ja noch nie auf eine Frau reagiert. Er richtet sich etwas auf und wollte gerade die Tasse mit dem Kaffee anheben, als Dorle sich neben ihn setzte. Mit allem hatte er gerechnet, aber nicht, dass sie sich so dicht neben ihn setzen würde. Während ihr Vater am Ende des riesigen Tisches saß und seinen Kuchen verschlang, setzte sich Dorle so nah neben ihn, dass er ihre Wärme spüren konnte.
Seine Hand zitterte leicht, als er seine Tasse anhob, sodass er die andere Hand hinzunehmen musste, um nichts zu verschütten.
Während er trank, blickte er verstohlen Dorle von der Seite an, plötzlich platzte er damit raus, was in seinem Unterbewusst langsam gereift war: „Hättest du was dagegen, wenn ich dir in der Zeit, wo ich hier bin, bei deiner Arbeit helfe? Ich würde mich gerne etwas körperlich betätigen, was mir bei meinem Beruf sehr fehlt. Natürlich nur wenn du es willst und ich für dich keine Belastung bin.

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