Der Panikraum

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Der Panikraum

Der Panikraum

Ralf Böhmer

Sie machte ihre Abendtoilette in Ruhe und ging auch noch mal aufs Klo, wobei Julian sie nicht mal störte. Der ging dann grinsend schon vor ins Schlafzimmer und tauschte dort die Seiten, damit Alice direkt von der Türe aus ans Bett fahren konnte. Sie lächelte ihn nur an, als sie dazu kam und hob sich so rüber aufs Bett, um sich anschließend dort auszuziehen.
Sie sah sich suchend und überlegend um, als sie ein T-Shirt, von Julian mit ihrem Gesicht auffangen musste. Lachend zog sie dieses an und nur mit Slip und T-Shirt krochen beide unter die eine riesige Decke. Alice richtete sich noch einmal auf, schlug die Decke noch mal zur Seite und wuchtete ihre Beine noch etwas mehr in Richtung Mitte. Decke wieder drüber und Anschiss an Julian: „Könnte der Einbrecher sein Opfer vielleicht ein bisschen kuscheln und warmhalten?“
Das konnte er. Das konnte er sogar sehr gut, und so schliefen die beiden eigentlich ziemlich Verrückten zufrieden ein. Eine trotz allem sehr angenehme Nacht beendete ein gemütlicher Morgen, und beide konnten so sehr entspannt wach werden. Das nur, um festzustellen, dass Julian seine Hand unter ihrem Shirt, auf ihrer Brust hatte, die wiederum von ihrer eigenen gehalten wurde. Das nahmen beide beim Aufwachen nur lächelnd zur Kenntnis und so begannen sie diesen ersten gemeinsamen Tag mit einem sanften Küsschen und Streicheln.
Es wurde ein Tag, als hätten sie ihn schon tausendmal erlebt. Er ließ sie ihre Sache alleine machen. Er wollte ihr nicht das Gefühl von Hilflosigkeit geben. Julian half nur ab und zu mal zu, wenn er es für sinnvoll hielt und achtete einfach auf sie. Sie frühstückten gemütlich zusammen und gingen dann einkaufen. Zu zweit war es ja nun etwas mager mit den Vorräten. Selbst das Ein- und Ausladen vom Auto, nebst Alice war sehr gut abgelaufen.

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