Der Panikraum

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Der Panikraum

Der Panikraum

Ralf B.

Julian stellte sich einfach nur in den Einstiegsbereich und stützte sich am Autodach ab. Alice verschränkte dann ihre Hände in seinem Nacken und konnte sich so ganz leicht und weitestgehend alleine in das Auto heben. Den Rollstuhl schob dann er unter oder weg, wie es gerade sein musste. Der Kuss dabei machte die Sache echt lecker. So war auch dieser Tag von Gemütlichkeit geprägt. Spannend wurde es erst, als sie ihn beim Essen lange ansah und dann sagte: „Ich bin noch Jungfrau. Mich wollte noch keiner haben. Willst du mich haben?“
„Ich will dich ganz sicher haben und werde es genießen!“
„Danke schön!“
Eine Sache, die dann aber noch etwas verschoben werden sollte. Julian streichelte sie sehr sanft und sagte ihr: „Du bist jetzt 22 Jahre alt. Also hast du schon richtig lange gewartet. Jetzt will ich den kleinen Augenblick auch noch abwarten und will mit dir in den Jahreswechsel anstoßen. Lass es uns noch etwas spannender machen und dann schön vorbereiten!“
Ein Satz, der sie richtig glücklich machte und ihm einen besonders innigen Kuss bescherte. Mit ihren streichelnden Händen auf seinem Gesicht sagte sie dann frotzelnd: „Das bedeutet, ich lebe zumindest noch bis ins neue Jahr!“
„Nur wenn du nicht frech wirst!“
So gewöhnten sie sich immer mehr aneinander und genossen die gemeinsame Zeit schon sehr, wobei Alice den Eindruck hatte, dass ihr Schlimmeres hätte passieren können, als entführt zu werden. Natürlich war Julian der Umgang mit behinderten Menschen unbekannt, und so war sie eben der Chef. Sie zeigte und erklärte, wie er helfen konnte und was sie gerne hatte und wo er sie besser alleine machen ließ. Das war gerade heute auch ein sehr nützlicher Unterricht, denn Julian hatte sich vorgenommen, dass er heute, am 30.12. noch mal mit ihr ins Schwimmbad gehen wollte.

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