Der Panikraum

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Der Panikraum

Der Panikraum

Ralf Böhmer

Er ließ ihr viel Zeit, wenn auch mit Frotzeln: „Es schaut grad keiner, eine gute Gelegenheit, dich einfach hier ins Wasser fallen zu lassen!“
„Alle gucken, du Vogel. Das Wasser ist ganz schön kalt!“
So ließ er sie sanft und vorsichtig im Wasser auftreiben, um sie dann einfach sanft mit sich zu ziehen. Er hielt sie und gab ihr Tipps, wie sie sich bewegen sollte. Er sagte ihr, was er machen würde, und so zog er sie, auf dem Rücken liegend, durch das ganze Becken. Eigentlich war das ein einziges verliebtes Schmusen im Wasser, was viele Menschen zum Staunen brachte.
Alice war dabei aber auch ein verboten heißer Anblick. Zwar in ihrem Sportbadeanzug, den sie bei der Reha immer trug, aber in Schwarz, mit leichten weißen Verzierungen, nicht übel. Ihre guten B‑Brüste, der tolle Hintern und diese sehr schlanken Linien waren nun mal auch lecker anzusehen. Sie war dabei überraschend entspannt, weil Julian ihr auch immer einen guten Punkt anbot, an dem sie sich anlehnen konnte. Sie hatte zu keiner Zeit Angst oder ein schlechtes Gefühl, was gerade er selbst lächelnd zur Kenntnis nahm. Bei seinen eigenen Trainings, zur Personenbergung hatte er da schon die tollsten Dinger erlebt.
Hier und jetzt, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich mitten im Becken eine ordentliche Pause zu gönnen und sich innig zu küssen. Ganz offensichtlich hatten sie die Opferrollen getauscht, denn Julian war voll am Haken verbissen. Sie verbrachten noch einige Zeit schmusend in einem Whirlpool, in dem sie wieder kuschelten, um dann aber doch recht bald wieder zu gehen. Alice kühlte nun mal verhältnismäßig schnell aus, da sie sich ja nicht so gut warm bewegen konnte.
Diese ganze Aktion hatte Alice etwas geschafft und müde gemacht. Zudem war ihr eben etwas kalt geworden, warum sie dann auf der Couch, unter ihrer dicken Decke und vor dem Ofen ein zufriedenes Mittagsschläfchen machen konnte.

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