Eine Zeit, die Julian nutzte, um seine Kochinsel tieferzulegen. Er räumte einfach nur alles aus, zog den Backofen heraus und entfernte die Füße und Sockelleisten unter den Schränken. Schon hatte er 15cm weniger Höhe und für seine Maus erreichbare Maße. Der letzte Fuß hatte ein bisschen Krach gemacht, was die staunende Alice angelockt hatte. Sie saß mit großen Augen staunend vor ihm und sah ihm zu, was er denn da für einen Quatsch machen würde.
„Was machst du Vogel denn da schon wieder?“
„Na, ich möchte nicht, dass ich dir immer wieder deinen faulen Arsch nachtragen muss. Da mach ich das hier jetzt eben tiefer und du musst auch mal was selbst machen. Sieht man das nicht?“
Sie sah ihn nicht wirklich nur staunend an. Sie sah ihn verliebt und gerührt an, als sie flüsterte: „Du planst mich für länger hier ein? Du willst, dass ich bleibe?“
„Ich gebe zu, ich hatte gehofft, dass ich das so bis an dein Lebensende einrichten könnte. Ist ja nicht mehr so lange. Bist ja auch schon älter!“
„Darf ich heute für uns kochen? Ich kann das gut!“
„Ich freue mich darauf!“
So liefen die ersten Tage. Julian half ihr und schnippelte für sie und reichte ihr an. Er deckte den Tisch ein und hob sie auf einen Stuhl, damit sie anständig essen konnte. Sie hatten eine schöne Zeit und Julian schwang wieder etwas zurück, indem er sie nicht ganz so viel alleine machen ließ, wie sie das eigentlich wollte. Er stellte nämlich fest, dass er ihre Nähe und den Körperkontakt schon tierisch mochte. Hier und jetzt, beim Essen und auch am frühen Abend danach redeten sie dann aber auch mal ernsthaft. Sie diskutierten über ihre gemeinsamen und natürlich vor allem über seine Optionen. Über die Möglichkeiten, die sie ebenso hätten Über die Möglichkeiten, die sie ebenso hätten.
Der Panikraum
15 27-41 Minuten 0 Kommentare
Der Panikraum
Zugriffe gesamt: 899
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.