Eine Mail an den ehemaligen Arbeitgeber von Julian und diese Mail an den Onkel sorgten schon in der ersten Woche für frischen Wind in Julians Seele. Sein ehemaliger Arbeitgeber stellte ihm gleich mehrere Projekte zu, die er nun planen und ausführen sollte, und Alices Onkel beauftragte auch zwei Projekte. So schnell war er wieder auf Kurs. Natürlich hob das die Stimmung und die beiden freuten sich einfach auf ihr Leben. Eigentlich war es, wie nur für Alice gemacht.
Ihr neues Zuhause passte, wie angegossen. Alles funktionierte hier ohne Probleme. Julian sagte mal, er hätte alles so haben wollen, dass er auch im Alter noch hier klarkäme. Für sie war es der Hammer, dass sie sogar die Balkontüre aufbekam, um mal frische Luft zu schnappen. Zu Hause hatte sie überall nur riesige Schiebetüren. Hier bekam sie nicht mal die großen Bügelgriffe herum. In ihrem Zimmer dort hatte sie aber auch nicht mehr viel, da sie das ja hier bei Julian benötigte. Da merkte sie nur wieder… Sie hatte so gut wie nichts Eigenes. Traurig, aber wahr.
Der erste Sonntag, nach Neujahr war dann der besondere Tag, an dem Alice die eigene Familie wiedersehen würde. Julian fuhr sie mit sehr flauem Gefühl im Bauch dorthin und konnte direkt, durch das offenstehende Tor vors Haus fahren. Wie immer holte er den Rollstuhl aus dem Kofferraum und half seiner Maus beim Umsteigen. Alles ebenso, wie sie das nun ja schon reichlich geübt hatten.
So merkte er gar nicht, dass er schon länger beobachtet wurde, da eine sehr edle und schöne blonde Frau ihm die ganze Zeit zusah. Er schob Alice dann zur Haustüre, und auf diesem Weg sah er ihre Mutter erst dort stehen. Mit einem freundlichen „Hallo“ begrüßten die beiden die Mama und Alice bekam einen Kuss auf die Wange. So gingen sie hinein, und hier fiel Julian direkt auf, dass hier eine miese Stimmung herrschte.
Der Panikraum
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