Der Panikraum

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Der Panikraum

Der Panikraum

Ralf Böhmer

Alle waren sehr hübsche Menschen, aber eigentlich passte keiner zu Alice. Wie kam das nur?
Es war eine echte scheiß Stimmung und Atmosphäre, wobei der Einbruch sogar noch das geringste Problem war. Julian saß da, wie ein kleiner Hund, am Rande des Tisches und verfolgte trübe und sehr emotionsbefreite Gespräche, an denen er sich schlicht nicht beteiligte. Er beobachtete aber Heike, die liebe Mama. Wie schon erwähnt, wie alle blond, blaue Augen und ein echt edler, reiferer Modeltyp. Dazu passte die Schwester, wie eine jüngere Ausgabe. Vera war echt der Hammer, aber anscheinend eine ziemliche Zicke. Ihr Bruder, Patrick war ein blonder Sportlertyp mit super Muskulatur, aber auch nicht besser gelaunt, und Volker, der Vater, war noch der offenste Typ, aber optisch wohl das Schlusslicht. Mit Halbglatze und schon reichlich grau und einem kräftigen Bauch ausgestattet.
Der Hammer war für Julian dann, als die Familie Alice verkündete, dass sie am Abend noch essen gehen würde. Bei diesem Griechen, der die blöden Treppen hätte. Sie solle sich einfach eine Pizza bestellen. Schlagartig bekam Alice Tränen in den Augen und sah schüchtern zu ihm rüber. Er sagte dann: „Ja, das trifft sich super. Es war sehr schön, dass ich sie mal alle kennenlernen durfte, aber Alice und ich sind noch eingeladen. Wir wollten eh nicht so lange bleiben. Wollen wir dann los, Süße?“
Das haute alle Anwesenden um und Alice bekam schlagartig ihr verliebtes Lächeln zurück. Glücklich strahlend sagte die, immer noch im Rollstuhl sitzende Maus: „Gerne, mein Schatz. Die wollen sich bestimmt noch fertig machen!“
Ein allgemeiner übelst überraschter Abschied und ein Küsschen nur von Mama später waren die beiden auch schon wieder auf dem Weg nach draußen, als Volker, der Vater, hinter ihnen herkam und fragte:

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