Bum. Ja, genau. Ruhe im Saal, und Alice konnte ihr Lachen kaum noch kontrollieren. Sie war so stolz, glücklich und zufrieden mit ihrem Einbrecher und genoss zum ersten Mal die dummen Gesichter der Anwesenden. Die Familie gab ihr Einverständnis zwar recht leichtherzig und ohne Fragen, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Dafür freuten sich die übrigen Verwandten umso mehr und beglückwünschten das junge Paar sehr herzlich und überschwänglich. Alices Opa, sollte später noch eine riesige Veränderung bringen, denn der alte Mann vermachte seiner einen, besonderen Enkelin und dem schwarzen Schaf sein ganzes Vermögen mit einer üblen Abfuhr an deren Familie. Beim Notar wurde der Satz verlesen: „Ich schäme mich und verachte meinen Sohn und dessen Familie abgrundtief. Wer ficken will und das nicht im Griff hat, der muss die Konsequenzen tragen. Wer dann aber ein sanftes und zartes Wesen quält und erniedrigt und nicht zu seinem Mist stehen kann, der hat von mir auch nichts zu erwarten!“
Ein Verhältnis, zu ihrer Familie, das sich bis heute nicht gebessert hatte. Eher verschlechtert. Natürlich besonders nach dem Erbe von ihrem Opa. Ganz anders sah es da bei seiner Familie aus. Julian kam ganz weit aus dem Norden. Er wurde in Neustadt, in Hollstein geboren, wo seine Familie auch noch wohnte und wo er immer wieder Heimweh bekam, wenn er dort hochkam. Hier lebte seine ganze Familie noch. Nur er musste des Berufs wegen dort abwandern. Mit seiner Beziehung zu Alice hatte sich das natürlich geändert, aber vorher bereute er seinen Umzug nicht gerade selten.
Jetzt dachte er nur, wie viel Glück er doch hatte, denn sonst hätte er seine große Liebe ja nie getroffen. Als sie kurz nach diesem Geburtstag, das erste Mal gemeinsam dort hochfuhren, sogar schon mit dem schicken neuen Audi, da waren beide ziemlich nervös.
Der Panikraum
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