Der Panikraum

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Der Panikraum

Der Panikraum

Ralf Böhmer

Wieder fragte er: „Und? Wollen wir ein paar Worte reden?“
Wieder kam nichts zurück und Julian aß entspannt seine Kelloggs. Danach sagte er ganz entspannt: „Also gut. Ich mache dann jetzt die Sicherungen für eine Stunde aus. Ich kenne euer System nicht und weiß nicht, wie groß der Raum ist. Solltet ihr da ein gekoppeltes Lüftungssystem haben und der Raum zu klein sein, dann besteht die Gefahr, dass du erstickst. Solltest du dich anders entscheiden, dann versuch es mit Klopfen, gegen die Wand. Dann mache ich die Sicherungen wieder rein, in der Hoffnung, dass ich das auch höre!“
So stand er wieder auf und machte einfach die Sicherungen wieder aus. Es dauerte keine zehn Minuten und er hörte ein dumpfes und sehr leises Klopfen. Somit machte er die Sicherungen wieder an und setzte sich wieder.
„Also, ich bin Julian. Wer bist du?“
Es dauerte einen kleinen Moment, dann kam eine verweinte Stimme: „Ich bin Alice. Erste Reihe, drittes Bild von links!“
Julian sah auf die Bildergalerie und dachte nur, wie klasse es doch war. Eine richtig Süße. Nicht die Schönheit hier im Verein, aber die offensichtlich zarteste Blume hier. Ach verdammt …
„Hallo Alice. Wie ist dieser Mist hier passiert? Warum bist du hiergeblieben und nicht mit zum Skifahren?“
„Ich sitze im Rollstuhl!“
Eine Information, die Julian jetzt überhaupt nicht gut vertragen konnte, und so fragte er nach: „Bist du nur gelähmt, oder krank und brauchst auch Medikamente? Hast du diese Medikamente bei dir?“
„Nein, ich brauche keine Medikamente. Ich komme klar!“
„Und was machen wir jetzt?“
„Geh doch einfach und lass mich in Ruhe!“
„Naja, würde ich machen, aber ich brauche die Aufzeichnungen von deinem Kamerasystem. Und dann haben wir noch das Problem mit dir als Zeugin!“
„Ich sage überhaupt nichts. Ich habe nichts gesehen!“

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