Der perverse General

10. Teil aus Professor Doctor P. Orn

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Der perverse General

Der perverse General

Peter Hu

...Inzwischen war im Grabungslager die Hölle los. Kommandante Rodriges Viktorio de Lagatt war außer sich. Unter schlimmsten Beschimpfungen taten die verständigsten Soldaten ihr Bestes, wenigstens einen der Jeeps wieder ans laufen zu bringen. Die Arbeiter unterdessen, klapperten vor Angst mit den Zähnen...
...Franziska hatte ganze Arbeit geleistet. Erst in den späten Abendstunden gelang es den Soldaten, den ersten Motor zu starten. Die listige Archäologin musste inzwischen schon auf halber Strecke zum Oranga Airport sein. Lagatt entschloss sich daher, direkt nach Banana City zu fahren. Dort gab es Funk, um alle Einheiten zu informieren. Dann würde die gnadenlose Hatz beginnen. Der Kommandante musste Erfolg haben. Sollte seine Jagd nicht von Erfolg gekrönt sein... Er wagte es kaum, seinem General unter die Augen zu treten. Eine schnelle Erschießung wäre in diesem Fall geradezu ein Gunstbeweis...

...Der große General diktierte derweil. Sveta kniete mit nacktem Gesäß vor einem niedrigen Tischchen, und tippte erlogene Erfolgsmeldungen in ihre Schreibmaschine. Ihr süßes Hinterteil glühte schon wie ein Pavianarsch. Denn der Feldherr diktierte sich in Rage. Jeden Punkt, jeden Absatz, unterstrich er mit einem lauten Klatschen seines Gürtels. Die junge Journalistin hatte inzwischen begriffen, dass es in ihrer augenblicklichen Situation deutlich klüger war, seinen perversen Wünschen nachzukommen. So biss sie also die Zähne zusammen, und heuchelte sogar Vergnügen an diesen merkwürdigen Praktiken. Natürlich gärte es in ihr. Sobald sich eine Möglichkeit bot, würde sie fliehen. Es schnürte ihr geradezu den Hals zu, wenn sie bedachte, wie schamlos die Weltöffentlichkeit in ihrem Namen belogen wurde.
Sveta würde alles richtig stellen, sobald ihre Zehenspitzen wieder den Boden der freien Welt berührten. Aber jetzt kniete das süße Engelchen in hautengem Latextop vor dem Diktator.
Der Rote General fand großen Gefallen an diesem westlich dekadenten Vergnügen. Es hatte sich ausgezahlt, die Auslagen des einzigen Sexshops von Banana City zu konfiszieren. Nicht auszudenken, wenn solch perverses Zeug in den Händen einfacher Bürger landen würde...
Opfermutig hatte sich der Generalissimo dann also selbst um das Problem der Entsorgung gekümmert. Und das knappe, rote Gummi machte sich ausgezeichnet an seiner Hofberichterstatterin.
Er sinnierte gerade darüber nach, ob es nicht mal wieder an der Zeit war, die hübsche Russin auf dem Schreibtisch zu vögeln, da klopfte es plötzlich störend an der Tür. Ein abgehetzter Adjutant trat schweißgebadet und reichlich verunsichert ein. Mit zitternder Stimme meldete er die Ankunft eines gewissen Kommandante Lagatt.
Erschreckt stöhnte die arme Sveta auf. Eigentlich hatte der Gürtelstreich Lagatt gegolten. Aber der war ja noch nicht zur Stelle. So musste einmal mehr ihr armer Arsch herhalten. Zum Glück traf er nur auf Latexhaut.
„Verschwinde in dein Zofenzimmer!“ ...jagte der Wutschäumende seine unfreiwillige Hofschreiberin mit einem weiteren Klaps aus der Stube.

Das war einfach zu viel für die hübsche Russin. Jetzt war sie zu allem bereit. Der Generalissimo sollte sie noch kennen lernen. Er hatte sie mit jedem Hieb mehr vom geduldigen Schoßhündchen in eine reißende Wölfin verwandelt...

Auch unserem unglücklichen Lagatt blies jetzt ein Eisiger Wind entgegent. Vorläufig wurde er zwar nicht erschossen, ...ja man degradierte ihn nicht einmal. Aber diese Drohungen schwebten nun permanent im Raum. Würde es ihm nicht gelingen, die Frau Doktor und ihre drei Komplizen wieder einzufangen, waren seine Eier keinen Pfifferling mehr wert...

...Der gedemütigte Hauptmann hatte das Hotel gerade verlassen, als auch schon die nächste Hiobsbotschaft eintraf. Unter panischer Schnappatmung erstattete der Kurier Bericht:
„Die revolutionäre Angriffswelle ist vor Oranga City zum Stillstand gekommen. Die Regierungstruppen leisteten jetzt erbitterten Widerstand.
Und in den frühen Morgenstunden hatte dazu auch noch ein Jeep von hinten die Frontlinie durchbrochen. Er trug die Standarten der Revolution und wurde von einer schwarz gelockten Walküre gesteuert. Auf der gegnerischen Seite wurde das auffällig vollbusige Prachtweib mit Hurra und Hochrufen empfangen. Ihre Ankunft wirkte derart motivierend auf den Feind, dass wir auf ganzer Front hohe Verluste erleiden.“
Völlig erschöpft, brach der Bote zusammen...

…‘Das verfluchte Weib hat sich das "AUGE DER MACHT" bereits gegriffen‘, ...lief es dem Heerführer eiskalt über den Rücken.
‚Wie konnte es ihr sonst gelingen, den starken Belagerungsring so einfach zu durchbrechen, ...ohne von einer einzigen Kugel behelligt zu werden?‘
Falkonetti schäumte vor Wut. Doch es war eine Wut, die deutliche Tendenzen zur Angst aufwies. Der Generalissimo sah sein schönes Reich bereits wieder zerfallen, noch ehe er es noch richtig aufgebaut hatte. Er suchte nach einem Ventil, um seine wachsende Panik abzureagieren. Was lag da näher, als die Handlung am Ersatzobjekt?...
Mit bösem Grinsen griff er sich die schärfste Offiziersgerte aus dem Ständer. Er würde den hübschen Arsch der süßen Russin so was von gerben. Stellvertretend für den Arsch der verräterischen Frau Doktor Willhelm...

Doch die nächste böse Überraschung erwartete den Wutschnaubenden in der Kammer seiner gedemütigten Hofberichterstatterin. Denn die hatte ihren knackigen Pfirsicharsch bereits in Sicherheit gebracht. Bis auf Pritsche und Schreibmaschine, war der Raum leer...

Mit einem schlichten Esslöffel hatte die geschickte Russin die frisch eingeputzten Gitterstäbe vor ihrem Fenster heraus geschabt. Das provisorische Bettlakenseil wehte noch im Wind...

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...Die Wachen stellten kein großes Problem dar. In revolutionärer Lässigkeit hatten sie ihre Waffen an die Mauer gestellt und vertrieben sich die Zeit mit Kartenspiel und Rum. Sveta hatte, trotz ihrer feuerroten Latexkombination, keine Schwierigkeiten, sich an der gemütlichen Runde vorbei zu schleichen. Sie hatte ihnen sogar noch eine Kalaschnikow nebst Magazintasche stehlen können. Und auch das achtlos hingeworfene Uniformhemd konnte mehr als nützlich sein...

So schlüpfte die schöne Sveta, zwar etwas notdürftig gekleidet, aber schwer bewaffnet, in den grünen Urwald. Nur der Zwickel der engen Gummishorts kniff bei jedem Schritt. Und alles war so unangenehm feucht bis schmatzig. Doch die ehemalige Jungpionierin hatte ein Ziel: Oranga City, Russische Botschaft...

Mit Sveta war nun echt nicht mehr zu spaßen. Vor ihrem Studium, während ihrer Beschäftigung im Baumaschinenkombinat "rostige Pumpe", war Sveta pflichtgemäß auch Reservistin bei den „Werkskampfgruppen“. So war sie also auch bestens an der Waffe ausgebildet, ...und hatte auch keine Scheu, sie im Fall der Fälle zu gebrauchen. Die Blonde war fest entschlossen, den grausamen Verräter ihrer Ideale zur Strecke zu bringen. Entweder mit der Schreibmaschine, ...oder notfalls eben auch mit dem Sturmgewehr...

Die Latexhaut trug sich alles andere als angenehm bei diesem Klima. Aber sie schützte vor miesen Moskitostacheln. Leider ließen sie zu viel Oberschenkel frei.
Auch die hohen Bettstiefel hatten ihre Vorteile. Zwar unbequem beim Laufen, aber ihr Leder bot einen guten Schutz vor Giftschlangen und scharfen Dornen und Stacheln. Dazu gab es hier im Unterholz allerlei Insekten der schrecklichen Art. Die Flüchtige erntete also noch manch unangenehmen Kratzer. Aber dieses Ungemach machte Sveta Kokova nur noch entschlossener...

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…Der Generalissimo ließ Svetas Verfolgung schon bald einstellen. Glaubte er doch, der mörderische Dschungel würde das Mädchen schneller erledigen, als die Kugel eines Scharfschützen. ...Ein fataler Irrtum...

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Nach zwei Tagen harten Marsches fand Sveta endlich einen festen Pfad. Aus Angst vor wilden Tieren hatte sie kaum geschlafen. Unruhiges Dösen in niedrigen Astgabeln, war ihre einzige Entspannung...

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...Unseren drei flüchtigen Helden unter Orns Führung, ging es da schon etwas besser. Zwar litten sie auch unter den ständigen Angriffen der allgegenwärtigen Moskitos, doch waren sie immerhin zu dritt. Sie konnten sich immerhin gegenseitig aufmuntern, was sie trotz aller Leiden aufrecht hielt.
Dennoch kamen sie deutlich langsamer voran, als die blonde Russin. Denn sie kämpften sich noch immer mit der Machete durchs hartnäckige Dickicht. Erst am fünften Tag erreichten sie einen gangbaren Weg. Unsere Helden wagten es aber nur, ihn während der Nachtstunden zu benutzen. Denn dann konnten sie die Scheinwerfer der Militärfahrzeuge schon von weitem sehen.
Die Hoffnung, das AUGE noch an sich zu bringen, hatten sie inzwischen freilich aufgegeben
Frau Doktor saß bestimmt längst in einem klimatisierten Flugzeug, und zählte ihre Dollars...

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Langsam wurde es hell. Dringend war es an der Zeit, die Straße zu verlassen. Ali suchte sich einen günstigen Baum für die Hängematte. Dabei achtete er stets darauf, dass er durch Buschwerk gut gedeckt war.
Eigentlich hätten auf diese Weise alle bequem schlafen können. Doch Sabin neigte zum Schlafwandeln. Das brachte natürlich Probleme mit sich...
Porni hatte sie schon zweimal aufgefangen. Langsam stieg er wieder in Sabins Achtung. Gewiss, er war nicht der Held, den sie in ihren feuchten Jungmädchenträumen in ihm gesehen hatte. Aber er sorgte sich um sie. Ja, er wachte jetzt in der Gefahr sogar über ihren sicheren Schlaf. Auch als er sie auffing, hatte er sie deutlich länger an sich gepresst, als es nötig gewesen wäre. ‚Hatte sie nicht sogar kurz seinen ausgefahrenen Hebebaum an ihrem Unterleib gespürt?‘
Wie fürsorglich er doch das Moskitonetz über ihr aufgeschlagen hatte. Zuvor hatte er den Boden gestampft, damit nur ja keine Schlange, und auch kein Skorpion in Sabins herrliche Schinken beißen konnte. Die Blondine fühlte sich geborgen, wie in Abrahams Schoß. Jetzt glaubte sie ganz fest daran, dass er sie doch liebte. Glücklich schloss sie die großen Augen, und schlief selig ein.
Leider war auch unser tapferer Porni übermüdet. Für einen winzigen Augenblick nur, war der große Archäologe eingenickt. Doch der kleine Augenblick genügte…
Zwar gelang es ihm noch rechtzeitig, Sabin aus dem Schlaf zu reißen und mit ihr ins Unterholz zu fliehen. Doch nun waren ihnen die Söldner dicht auf den Fersen.

Nach einer langen aber erschöpfenden Hatz durchs dornige Unterholz, sahen sich unsere Liebenden umzingelt. Porni kämpfte wie drei Männer. Denn sogleich waren zwei ausgehungerte Kerle über der kreischenden Sabin, und rissen ihr die Kleider vom Leib.
Doch diesen Spaß vergällte Orn ihnen furios mit wilden Hieben seines grausamen Ochsenziemers.
Die derart Verdroschenen waren zu verdutzt von den brennenden Schmerzen, um überhaupt ihre Gewehre von den Schultern zu bekommen. Auch die kurzzeitig befreite Sabin machte ordentlich von ihrer Machete Gebrauch, ...bevor man sie endgültig übermannte.
Der Gegner waren einfach zu viele. Der mutige Nahkampf schnell vorbei. Zu allem Pech klemmte auch noch Orns Revolver. So war es der Übermacht ein Leichtes, das mutige Pärchen zu überwältigen und in ein Netz zu schlingen...

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