Das Terry mich eigentlich nicht wirklich gefragt, sondern schon eingeteilt hatte, wurde mir erst jetzt klar.
Er hatte mich einfach beauftragt. Ich war sozusagen im Bewerbungsverfahren. Als ich die Sanitätsstube betrat, fuhren wir gerade in den Bahnhof von Kansas City ein. Kris machte gerade ihren anderen Job und bereitete als Lehrerin Unterricht für den nächsten Morgen vor. Ich erzählte ihr von einem Auftrag dem Commander einen Vorschlag für das Vorgehen zu unterbreiten. Zutrauen würde ich mir den Job, aber es müsste eine Strategie her.
Kris hörte sich das an und sagte: „Ist doch ganz einfach, wir machen auf Händler! Wir kaufen zwei Pferde, statten uns aus den Zugvorräten aus, und los gehts.“
„Wir? Ich höre immer ‚Wir‘. Bist du verrückt? Das kommt gar nicht infrage!“
„Kommt es doch! Ich will auch endlich bei einem Außeneinsatz dabei sein!“ Das klang ziemlich trotzig und dann … versöhnlicher: „Und zu dir habe ich Vertrauen!“
„Und was ist mit deinen Kindern in der Schule, und eventuellen Kranken?“
„Emma ist längst soweit. Sie kann die Krankenversorgung inzwischen genauso gut wie ich und für die Schule habe ich eine der Mütter, die kann das im Grunde genommen auch. Der Commander wird es mir erlauben, da bin ich sicher. Der hat mir noch nie einen Wunsch abgeschlagen“, sie blinzelte mit einem Auge.
Wenn ich ehrlich war, war der Vorschlag gar ich so dumm, denn so wirkten wir viel harmloser, und außerdem … musste ich dann nicht auf regelmäßige ‚Truppenbetreuung‘ verzichten :-) Und wer konnte Kris schon etwas abschlagen, nicht einmal der Commander.
„Wir werden sehen“, brummelte ich, mich noch ein bisschen widerstrebend gebend.
Der Rest des Nachmittags verlief ereignislos. Ich dachte über viele Details nach, Kris arbeitete an ihren Schul-Projekten. Ich schaute aus dem Fenster.
Der Regierungsauftrag
Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft
Der Regierungsauftrag
Band 1 der Geschichte ‚Nach dem großen Sterben‘ hier mal eben zusammenzufassen, dürfte unmöglich sein. Am besten erst einmal lesen;-)
Nur so viel: Wir befinden uns im Jahr 6 neuer Zeitrechnung, nach dem ein Virus große Teile der Weltbevölkerung hingerafft und zu gefährlichen hirntoten Zombies – den ‚Donalds‘ - verwandelt hatte. Langsam lösen sich Teile der USA aus der totalen Anarchie und versuchen auf verschiedene Art und Weise einen Neuanfang. Mittendrin Rick, unser Protagonist – der Erzähler seiner Geschichte. Nach dunkler Vergangenheit eigentlich ein „Guter“, wenn er da nicht diese Schwäche hätte: die für Frauen!
Gerade hat er seine „Familie“, zwei Frauen und ein Neugeborenes, verlassen, um sich der Bruderschaft anzuschließen, die im Regierungsauftrag oder für Privatunternehmen – auch mit Waffengewalt – für Ordnung sorgt. Rick glaubt nämlich an Recht und Ordnung … na, gut … Er kehrt sicher auch aus einem anderen Grund zum Zug, der der Bruderschaft als Headquarter dient, zurück, … wegen Kris. Am Beginn der neuen Handlung wartet Rick auf den Zug, der gerade weit entfernt im Westen operiert …
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