Der Titten-Workshop

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Der Titten-Workshop

Der Titten-Workshop

Anita Isiris

Aber dann wurde gefeiert – und sowas von! Es wurden Apéro-Häppchen gereicht, es wurde angestossen, in den Herbst hineingetanzt, alles locker, alles natürlich, und all die Hausfrauen, Sekretärinnen, Polizistinnen (ja, da war tatsächlich eine dabei) und Krankenschwestern haben die Würde ihres Geschlechts vertreten, indem sie ihre Titten hergezeigt haben, einen ganzen Abend lang. All night long. Herr Wupperthaler, seines Zeichens Buchhalter, hat sich die Martha ausgesucht. Martha war von ihrem Mann nach zwanzig Jahren Ehe betrogen worden. Nun war sie knapp über vierzig, in dem Alter, in dem viele Frauen so richtig erblühen, ohne es zu wissen. Sie fühlen sich gegenüber den Zwanzigjährigen zu alt, was der Insta-Jugendwahn noch verstärkt. Und doch gibt es nichts Geileres als diese Ü-40-Spezies, mit einer gewissen Erfahrung, was das Vögeln angeht, und gerade dadurch sehr, sehr liebesbereit. Sie hat Herrn Wupperthaler und sein Zentralorgan nicht lange hingehalten, die Martha. Sie hat sich mit dem Buchhalter auf eines der oberen Stockwerke zurückgezogen. Es war Marthas creepy Idee, dass die beiden beim «Sie» geblieben sind. Damit lässt sich die Obszönität des Näherkommens ins Unermessliche steigern. Der Buchhalter und die verletzte, betrogene Hausfrau.
Es gab an jenem Titten-Workshop nur einen einzigen einzuhaltenden Code: Kein Gefummel an der Muschi, keine Penetration, das Höschen blieb an! Das gesamte Lustspektakel sollte sich einzig und allein um unsere Brüste drehen, und genau das machte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so rasend geil, dass die Party bis tief in die Nacht hinein dauerte. Es versteht sich von selbst, dass Martha ihre schweren Brüste für einen Tittenfick hergegeben hat. Herr Wupperthaler hatte kräftig zugelangt und seinen Schniedel zwischen Marthas Titten gepresst.

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