» Natürlich wollte auch Sebastian lecken, fommeln und vögeln. Er konnte nichts dafür, als Mann. Sein Gehirn war einfach so konfiguriert.
Dann fällten die drei einen Entschluss. Sie würden einen weltoffenen Geistlichen beiziehen und ihn den Workshop eröffnen lassen. Wer sich anbot, war Pater Brenda, Leiter der örtlichen Freikirche. Der Mann war an die sechzig Jahre alt, brachte Abgeklärtheit mit, und in seinen Augen lag dieses gewisse schweinische Blitzen, eine Eigenschaft fast aller zölibatären Männer.
«Was erwartet ihr von mir?» Das Herz von Pater Brenda klopfte zum Zerspringen. «Du sollst unseren Venuslippen-Workshop eröffnen», sagte Joana ruhig. «Es geht darum, die weiblichen Schamlippen in ein höheres, offenes Bewusstsein zu transferieren.» Ute und Sebastian starrten Joana mit großen Augen an. Sie war sehr wortgewandt und hatte genau die richtige Terminologie gefunden, um den erfahrenen Pater zu verzücken.
«Ich habe tatsächlich noch nie … an einer Venus … gespielt», unterbrach der Pater sich selbst, «geschweige denn … eingedrungen bin ich auch noch nie. Das würde gegen die göttlichen Gesetze verstoßen. Das hintere Pförtchen hingegen», die Augen des Paters blitzten schweinisch, «das hintere Pförtchen hat uns die Bibel an keiner einzigen Stelle untersagt – Sodom und Gomorrha nochmal.»
Ute und Joana fuhren zusammen. Keine von beiden stand auf Analverkehr, weil der weibliche Anus ganz einfach nicht dazu erschaffen worden ist, von einem Schwanz gerammelt zu werden. Darum erscheint in der Bibel keine Stelle, in der ein Mann seine Frau ins Arschlöchlein fickt. Die damaligen Propheten kamen gar nicht erst auf diese absurde Idee, geschweige denn Gott, so er die Bibel denn eigenhändig verfasst haben sollte.
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