Der Zettel

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Der Zettel

Der Zettel

Yupag Chinasky

Kurz darauf lagen sie nebeneinander auf dem großen Bett und war nun schon richtig geil und sie schien es zumindest auch zu sein, denn sie flüsterte Worte, die er nicht ganz verstand, aber die nach „komm, nimm mich, zeig es mir, ich will dich, endlich, mach schon“ klangen. Aber bevor er dies tun konnte, zog sie ihm noch ein Kondom über, das sie auf einmal in der Hand hatte, dann drehte sie sich auf den Bauch und sagte, dass dies ihre liebste Position sei. Er legte sich auf sie und drang in sie ein, ganz normal, halt nur von hinten. Der Schluss des Aktes war kurz, aber schön. Er brauchte nicht lange, um erfolgreich und folglich auch glücklich zu sein. Ob Angelique auch zufrieden war, wusste er nicht, sie hatte zwar die ganze Zeit vor sich hin gewimmert, sich aber selbst kaum bewegt und so glaubte er nicht, dass sie einen Orgasmus hatte, während er mit dem seinen durchaus zufrieden war. Nachdem alles vorbei war, stand sie auf und ging in die Nasszelle, während er, immer noch schwer atmend, liegen blieb. Dann kam sie zurück, und während sie sich anzog, fragte er endlich, warum sie zu ihm gekommen sei, ausgerechnet zu ihm. Ihre Antwort erfolgte fast beiläufig, als ob sie ohne große Bedeutung wäre. „Ich bin gekommen, weil ich ein Geschenk von dir erwarte. Wir waren eine halbe Stunde zusammen, dafür erwarte ich einen Hunderter. Ich bleibe auch länger, solange wie du willst, wenn du mir für jede Stunde ein neues Geschenk gibst, immer einen Hunderter.“ Er war irritiert. Es war ihm mittlerweile klar, dass sie Geld wollte, nur sein Geld, sonst nichts. Es wäre zu schön gewesen, wenn sie tatsächlich gekommen wäre, weil er solch einen guten Eindruck auf sie gemacht hatte. Ihr Kommen war aber aus denselben, eindeutigen Motiven erfolgt, wie bei jeder Nutte, und dass sie etwas wollte, hätte ihm von Anfang an klar sein müssen. Er ärgerte sich. Wahrscheinlich hätte er ihr sogar freiwillig ein Geschenk gemacht.

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