Dicke Eier

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Dicke Eier

Dicke Eier

Emil Lorenz

Mein Gehirn hielt sich geflissentlich zurück. Mein Riemen tauchte noch dreimal tief in sie, dann war es soweit. Ich wollte raus aus ihr, aber ihre Füße drückten mich tief in sie. Ich zitterte am ganzen Körper, als sich mein erster Strahl Sperma in ihr verteilte. Ihre Beine konnten mich nicht mehr halten. Mit kurzen Stößen spritzte ich zweimal, dreimal, viermal in ihre feuchte, heiße Möse. Ich fühlte, wie ihre Muskeln alles aus mir herauspressten. Ich war so glücklich, aber auch so fertig. Ich entspannte mich, ihre Hände streichelten meinen Rücken. Nach ein paar Sekunden hob ich meinen Kopf an und sah ihr in die Augen. Sie lächelte mich an, streichelte meine Wangen.
„Jetzt bist du ein Mann", sagte sie auf Deutsch. Mit Tränen in den Augen sagte ich:
„Je t'aime." Sie lachte, ihre Augen leuchteten. Es war nichts mehr von der Traurigkeit in ihnen, die ich ganz am Anfang zu sehen glaubte. Sie war für mich eine Frau, eine ganz normale Frau, die es mehr als wert war, geliebt zu werden. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, es ist nicht immer alles so einfach. Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange und schob mich dann von sich herunter. Wir gingen in das kleine Bad. Sie säuberte mich, sich selbst etwas ausgiebiger. Nach ein paar Minuten standen wir vor der Tür zu ihrem kleinen Zimmer. Ich sah sie an. Sie sah mich an. Sie lächelte. Ich versuchte es auch, aber es gelang mir nicht wirklich. Ich gab ihr die vereinbarten 50 Franc. Sie nahm sie und steckte sie in ihr kleines Umhängetäschchen. Ich umarmte sie und drückte sie eng an mich.
„Merci, Chérie", flüsterte ich mit belegter Stimme. Sie ließ es zu und erwiderte meine Umarmung. Ich sah ihr nochmals in die Augen. Sah die kleinen Fältchen, die sie schon hatte. Das Blau, welches ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Ihre langen Wimpern, die ihren Augen etwas Engelhaftes gaben. Ihre Lippen, ungeschminkt und wunderschön. Sie mochte so Mitte, Ende 30 gewesen sein.
„Je te souhaite beaucoup de bonheur dans ta vie", flüsterte sie, dann gingen wir nach unten. Vor der Eingangstür umarmten wir uns noch einmal, dann machte ich mich auf den Weg zum Treffpunkt mit meinem Kumpel. Nach ein paar Schritten drehte ich mich noch einmal um. Da stand sie wieder, vor dem alten Haus mit der in die Jahre gekommenen Eingangstür. Sie sah mir hinterher und lächelte. Ich konnte nicht anders, ich ging noch einmal zu ihr. Meine Umarmung war so fest, als würde ich versuchen, sie in mich zu ziehen.
„Ich werde dich nie vergessen", sagte ich. Drehte mich um und ging.
Ja, sie war eine Hure. Welch schreckliches Wort. Ich verwende es nicht mehr. Es wird diesen Frauen nicht gerecht. Sie hat mir so viel gegeben. Ich weiß noch nicht einmal ihren Namen. Ich habe sie nie vergessen, meine ERSTE. Ich träume noch heute von ihr. Wie gerne würde ich ihr sagen, was ich gefühlt hatte. Wie sehr hoffe ich, dass sie ein schönes Leben hatte. Wie sehr vermisse ich diese wunderschöne, liebevolle, unglaubliche Frau aus der Stadt der Liebe.

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