„Ich weiß, das ist nicht fair, doch nimm es bitte so hin. Behalte diese Augenblicke im Gedächtnis. Erinnere dich in einsamen Stunden an mich und nenn mich Juli, so wie den Monat, den wir jetzt haben.“
Helge schluckt vernehmlich. Er hatte Aufklärung erhofft und das jetzt, klang wie Abschied.
Und es scheint auch einer zu werden, denn Juli stemmt sich hoch. Etwas von Helges Samen tropft auf den schlaffen Lümmel und seine Hose. Hastig drückt sich Juli ein Papiertaschentuch zwischen die Schamlippen und rückt ihre Kleidung zurecht.
`Wo hat sie das hergenommen´, fragt sich Helge gerade, doch da kommt schon der Abschied.
„Nichts von dem, was geschehen ist, soll dir zum Schaden gereichen. Es sollen schöne Erinnerungen für dich bleiben, und wenn du willst, sehen wir uns morgen noch ein letztes Mal, ja?“
Er ist zu keiner Antwort fähig und Juli lässt es einfach als Zustimmung stehen.
„Bis morgen“, sagt sie und haucht ihm diesmal einen Kuss auf die Lippen.
Es wird eine schlaflose Nacht. Helge ist hin und her gerissen von den erotischen Erinnerungen und dem mysteriösen Verhalten von Juli. Er ist fast ein bisschen verliebt, aber auch zornig und nimmt sich vor am nächsten Tag nicht zur Bank zu gehen.
Diese Absicht hält der Sehnsucht nicht stand und schleppenden Schrittes strebt er am nächsten Tag dem Treffpunkt zu.
Diesmal ist Juli vor ihm da und ihr trauriges Gesicht hellt sich auf, als er sich zu ihr setzt.
Viel gesprochen wird nicht und der Ablauf ist fast identisch zum Vortag. Nur das sie diesmal von einem Wanderpärchen überrascht werden, doch Juli birgt seinen Kopf an ihrer Brust, damit er nicht erkannt wird.
Es ist ein Kick für sie, der ihr vorschnell den Orgasmus bringt und während die Wanderer um die Wegbiegung entschwinden, hat die zuckende Scheide auch Kleinhelge zum Finale gebracht.
Den nachfolgenden Abschied verdrängt Helge in die hinterste Ecke seines Kopfes und doch beschäftigen ihn diese Tage noch einige Monate so stark, dass er manchmal fast neben sich steht.
Die Bank am Wanderweg
Graues Schamhaar – Teil 1
68 11-18 Minuten 1 Kommentar
Die Bank am Wanderweg
Zugriffe gesamt: 9112
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.
Mysteriös - alles kann, nichts muss
schreibt Anamur