Als hätte die Hand ein Eigenleben, schiebt sie sich in die Hose von Helge, der es wie gelähmt geschehen lässt.
Sinnlich wühlen die Finger im Schamhaar.
„Ist das grau?“, fragt sie und blickt ihm offen in die Augen.
Helge japst nach Luft wie ein Ertrinkender. Die Gesichtsfarbe gleicht der einer reifen Tomate und mit krächzender Stimme antwortet er:
„Entschuldigung, ich habe nie einen Grund gehabt, mich dort zu rasieren.“
Ihr helles Lachen entspannt die Situation.
„Es wäre auch sehr schade, wenn du es gemacht hättest. Ich stehe nämlich auf graues Schamhaar, deshalb die Frage.“
‚Wann ist sie eigentlich zum Du übergegangen?‘, fragt er sich, gibt ihr aber die gewünschte Antwort.
„Ja, es ist so grau wie mein Kopfhaar.“
„Geil“ stößt sie euphorisch aus und intensiviert ihre Fingerarbeit.
‚Geil‘, ein Wort, das Helge so ausgesprochen immer wieder verwirrt. In seiner Jugend hatte dieses Wort eine andere Bedeutung. Im Sinne von anstößig, verderbt, nicht im gesitteten Umfeld verwendbar.
Von der Unbekannten ausgesprochen, klingt es ganz anders. Es vermittelte Freude und pure Lust.
Schon lange war Kleinhelge erwacht. Er reckt sich, als wolle er die Besucherin seines „Lost Places“ begrüßen. Eingezwängt in der engen Jeanshose gelingt es ihm aber nicht, sich dem oberen Bereich zuzuwenden.
Doch die Hand scheint sein Bemühen zu fühlen. Sie schafft Raum für den Gefangenen.
Forsch schiebt er sich zwischen die feingliedrigen Finger. Zuckt erfreut auf, als sie ihn liebevoll reiben, und lässt seinen Träger aufstöhnend die Augen schließen.
Der alte Lümmel genießt die sanfte Handarbeit, ist er doch schon lange nur mit der rauen Männerhand vertraut. Und das in letzter Zeit auch nur äußerst selten.
Schnell geht es deshalb, dass Helge dieses Ziehen in der Leistengegend verspürt. Es macht ihn panisch und mit fahrigen Bewegungen will er die verwöhnende Hand aus der Hose ziehen.
„Ist gut.
Mysteriös - alles kann, nichts muss
schreibt Anamur