„Und jetzt?“ Velana wollte nun doch wissen, was er vorhatte. Eilig zog Sven Hemd, Hose, Socken und Schuhe an. „Jetzt gehen wir aus;“ meinte er trocken. Er legte der völlig verdutzten Frau ihren Mantel über die Schultern und knöpfte ihn vorne zu. „Spinnst Du?“ protestierte seine Lebensgefährtin als er sie in Richtung Wohnungstüre drängte. „Ich geh doch so nicht auf die Straße.“ Er erklärte ihr, dass er ja bei ihr sei und mit dem Mantel wäre überhaupt nicht zu erkennen, in welch aufreizendem Outfit sie unterwegs war. Im Hinausgehen zog Sven noch ein Tuch aus dem Fach, wo Lena diese aufbewahrte. Rot.
Velana konnte sich keinen Reim darauf machen wohin Sven sie entführte. Ein Swingerclubbesuch war nie ein Thema. Und privat kannten sie auch Niemand, der sie in diesem Outfit erwarten würde. Pornokino? Tom war mit ihr einmal in solch ein „Etablissement“ gegangen. Nee – zu viele Männer, zu viel Gegrapsche. Das war nichts für sie. Er wird doch nicht…
Besorgt war Sven Lena beim Einsteigen in seinen Wagen behilflich. Nach dem Gurt legte er ihr das Tuch als Augenbinde an. „Was hast Du vor?“ fragte seine Freundin, mittlerweile etwas verunsichert.
Sven küsste zärtlich ihre Lippen. „Bitte, schenk mir ein wenig Vertrauen. Du wirst es nicht bereuen.“ Lena nickte und meinte: „Okay!“
Bald schon verlor seine Freundin die Orientierung. Sven war natürlich so gemein und fuhr nicht den direkten Weg zu seinem Ziel. Velana sollte keinen Hinweis erhalten. Umso größer würde die Überraschung sein.
„Sind hier Leute?“ Unsicher stieg Velana aus seinem Auto. Er führte sie über den Gehweg an eine Türe. Nach einem scheinbar verabredeten Klingelzeichen summte der Türöffner. Diesen Brummton kannte sie doch? Nur woher?
Velana wurde in einen Aufzug bugsiert. Nein, das konnte nicht sein! Lena glaubte zu wissen, wohin ihr Bulle sie entführt. Ihre Knie wurden weich. Mit einem „Pling“ öffnete die Türe „Und wenn es jetzt rechtsherum geht, dann…“
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