Die Dienstreise

Berufsgeheimnisse - Teil 1

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Die Dienstreise

Die Dienstreise

Alnonymus

Schließlich grinse ich Ilka so frech an, dass sie mich schließlich fragt, was mit mir los ist.

„Ich würde zu gerne wissen, mit wie vielen Typen du es in deinem Leben schon so getrieben hast.“ gebe ich meine Gedanken unumwunden preis. Sie überlegt ein Weilchen: „Sieben, aber bevor du fragst, du bist der erste One-Night -Stand. … Und bei dir, wie viele Frauen waren es?“ Mit der Farge habe ich zwar gerechnet, trotzdem muss ich erst noch kurz in Gedanken nachzählen: „Bei mir waren es zehn, und du bist mein zweiter One-Night-Stand. … Allerdings würde mich viel mehr interessieren, wer dich so versaut hat. Du bist schön direkt und vulgär.“ Ilka lacht herzlich. „Das war mein Zweiter. Er war wesentlich älter, und so ein ganz stiller und harmloser, … aber im Bett ein echtes Ferkel.“ erklärt sie mit einem verschmitzten Lächeln, „Zuerst war ich schockiert, schließlich war ich damals noch eine sehr unerfahrene junge Frau. Aber ehrlich gesagt, hat es mich ziemlich schnell scharf gemacht. … Zum Schluss war ich mindestens genauso schlimm wie er.“ Mit einem hintersinnigen Lächeln höre ich zu. „Naja, und dann hab ich festgestellt, dass ihr Typen wohl alle auf verdorbene Weiber steht. … Vermutlich, weil die meisten Frauen nicht so dafür zu haben sind wie ich. … Auf jeden Fall hatte ich ne Menge Spaß mit den Kerlen, … und natürlich die auch mit mir.“ beendet sie ihren kleinen Bericht.

„Das kann ich mir gut vorstellen.“ antworte ich mit einem Lachen, denn mir geht es ja gerade genauso. „Und was war der ungewöhnlichste Ort, an dem du es mal getrieben hast?“ frage ich meine Kollegin weiter aus. „Im leeren Großraumabteil eines Nachtzuges.“ kommt ohne Zögern die Antwort, „Wir hatten heftig gefummelt, … und dann einfach Röckchen hoch, Höschen runter, Hose auf, schon hat er mich halb im Sitzen, halb im Liegen, von hinten genommen, während die dunkle Landschaft an uns vorbeizog. … Hinterher waren allerdings nicht nur unsere Klamotten mit seinem Sperma getränkt, sondern auch die Sitzfläche hatte einen Fleck abbekommen.“ Ich schaue meine Gespielin zwar an, aber mein Blick geht ins Leere, denn mein Kopfkino läuft gerade auf Hochtouren. Ilka zieht verwundert die Stirn kraus. „Sag mal, warum erzähle ich dir das eigentlich alles?“ „Ist doch ganz klar.“ lache ich, „Du wirst nächst Woche heiraten, und vorher musst du schließlich noch deine schlimmsten Sünden beichten.“ „Ach, und du bist wohl mein Beichtvater, was?“ meint sie ziemlich zweideutig „Natürlich.“ bestätige ich mit ernster Miene.

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