Die Entdeckung

Ob das gut geht? – Teil 28

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Jo Diarist

Wir können auch mal zu einer Beratung gehen, wo du über andere Verhütungsmöglichkeiten informiert wirst. Aber bitte seid vorsichtig!“, betone ich nochmals.
„Papa, ich will das doch noch gar nicht!“
Es ist Julia anzusehen, dass sie das ernst meint. Und doch könnte es schneller geschehen, als jeder denkt. Ich will ihr nichts verbieten, weil ich weiß, dass das nichts bringt. Möglichkeiten finden sich immer und Verbote zu umgehen ist oft noch verlockender. Sie ist noch so jung und Connys Sorge nur verständlich.
Wir sprechen noch eine ganze Weile mit ihr und ich sehe noch klarer, wie stark ihr Vertrauen zu Lisa ist. Wenn Lisa sie ermahnt, hat das viel mehr Wirkung als meine Worte. Ich bin sehr dankbar, dass es bei den beiden so gut läuft.
Lisa schafft es sogar, Julia zu überzeugen, dass wir Conny beruhigen müssen. So fahre ich mit meiner Tochter zu Conny, während Lisa mit Torben redet.

Lisas Gespräch mit ihrem Sohn läuft ähnlich wie das mit Julia, obwohl sie hinterher zu mir sagt:
„Versehentlich die Brust mit dem Arm berührt, hm.“ Leises Glucksen begleitet diese Worte, doch schnell wird sie wieder ernst. „Ich hab nachgehakt, bis er mit der Sprache rausgerückt ist. So versehentlich war das nämlich gar nicht. Er hat mir aber versprochen, Julia nicht zu bedrängen und ich habe ihm das mit der Verhütung auch sehr eindringlich eingeschärft.“
Ich sehe einen besorgten Zug in Lisas Miene.
„Machen wir das Richtige? Können wir mehr tun?“, fragt sie mich.
„Ich weiß es nicht“, gebe ich ehrlich zu. „Mir kam nur in den Sinn, wie meine Mutter reagiert hat, als ich das erste Mal verliebt war. Da war ich fünfzehn und sie hat mir Vorhaltungen gemacht und Verbote erteilt, damit ich mich nicht mehr mit dem Mädchen, das zwei Jahre älter war, treffen konnte.

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