Für die nächsten Tage ging uns die Lockerheit in der Beziehung ein bisschen verloren. Ich ärgere mich maßlos, dass ich dieses Thema angesprochen habe. Von mir aus werde ich nicht mehr an Lisas Beziehung zu Bernd rühren.
Lisa hat den Gedanken, Conny mit einzubinden, nicht aufgegeben. Schon zwei Wochen später unternehmen wir einen gemeinsamen Ausflug.
Es wird ein schöner Tag, voller Harmonie. Am Abend endet er mit einem kleinen Schock für Conny.
Conny will sich von Julia verabschieden und findet sie in einem leidenschaftlichen Kuss vertieft mit Torben auf der Hollywoodschaukel.
Wer mehr erschrickt, ist fraglich. Torben verzieht sich schnell auf sein Zimmer, während Conny Julia zu mir schleppt.
„Weißt du, was hier los ist?“, fragt sie mich mit überschnappender Stimme.
„Keine Ahnung, aber du wirst es mir sicher gleich sagen“, versuche ich unwissend zu klingen, obwohl ich ahne, worum es geht.
„Unsere Tochter knutscht heimlich mit Torben!“, stößt sie hervor und erwartet anscheinend Empörung von meiner Seite.
„Ja, mag sein. Wir ahnten schon, dass sich da etwas entwickelt.“
„Bist du bekloppt oder was? Sie ist zwölf und noch nicht …“
„Stopp, Conny!“, unterbreche ich ihren Zornesausbruch, weil ich vermute, dass sie Dinge ausspricht, die ich lieber in Ruhe bereden möchte.
Außerdem scheint Julia den Tränen nahe und hängt wie gelähmt an Connys Hand.
„Julia, du wartest hier“, wende ich mich an unsere Tochter und deute auf die Küchentür. „Und du komm mit“, fordere ich Conny auf und gehe ins Wohnzimmer.
Kaum sind wir drinnen, legt Conny wieder los:
„Du weißt das und unternimmst nichts!?“, fährt sie mich an.
„Ich sagte, wir ahnten schon so was, nicht dass wir es wissen. Wir …“
„Spinnt ihr? Wie könnt …“
„Komm runter, Conny! Was erwartest du? Bisher haben wir nichts mitbekommen und nur so ein Gefühl gehabt, dass sich da etwas entwickeln könnte.
Die Entdeckung
Ob das gut geht? – Teil 28
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