Wir haben uns da in eine Sache hineinmanövriert, die uns allen noch einigen Schmerz bereiten wird.“
Die Bedienung bringt die Getränke und Lisa nimmt gleich einen kräftigen Schluck aus ihrem Bierglas, bevor sie fortfährt:
„Conny hat mich heute noch einmal gefragt, ob ich dich wirklich liebe, und ich habe ihr das bestätigt. Dann wollte sie wissen, ob ich mir ein Leben mit dir vorstellen kann und gewillt bin, alles dafür zu tun.“ Ein tiefer Atemzug folgt.
„Ich habe einen Moment gezögert mit der Antwort. Nicht wegen dir, sondern weil mir Angst macht, was alles damit verbunden ist.“
Ein weiterer tiefer Schluck aus dem Bierglas folgt.
„Das Zögern hat Conny anders gedeutet und gesagt, sie würde um dich kämpfen, wenn ich es nicht ernst meine.“
„Wie bitte, Conny hat das gesagt!?“
„Oh ja, und das mit Nachdruck! Sie liebt dich noch immer, gibt dich aber auch ohne Ärger zu machen frei, wenn du das willst.“
Lisa beobachtet genau, wie ich das aufnehme. Tja, und ich? Ich merke zum ersten Mal, dass es an mir ist, eine Entscheidung zu treffen.
„So wie es jetzt ist, geht es nicht weiter“, stelle ich fest.
„Ich will es gerne mit dir versuchen, wenn es auch dein Wunsch ist.“
Ich kann förmlich sehen, wie ein Teil der Anspannung von Lisa abfällt, hat sie doch befürchtet, dass mein wankelmütiges Ich, das altgewohnte vorzieht. Ihre Hand kommt über den Tisch und legt sich auf meine.
„Schaffen wir das?“, fragt sie mit Unsicherheit in der Stimme.
„Wenn wir es beide fest wollen, ja!“, gebe ich mich überzeugt, auch wenn ich es nicht wirklich bin.
Lisa schöpft wieder Kraft aus diesem Gespräch. Ich kann fühlen, wie sie zurückkommt, als wir uns den weiteren Weg vorstellen. Auch wenn uns bewusst ist, es wird nicht einfach, die Entscheidung ist getroffen.
Das teile ich auch Conny mit, die mich nach über eineinhalb Stunden wieder abholt.
Die ersten Schritte
Ob das gut geht? – Teil 21
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