Die Familie wächst

Je oller umso doller - Teil 51

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Die Familie wächst

Die Familie wächst

Jo Diarist


Vermutlich hatten wir es beim Sex zu wild getrieben, denn die Spirale hatte sich in die Gebärmutter verschoben und war dort eingewachsen. Deswegen hatte sie auch nicht mehr wie vorgesehen funktioniert und es war zur Zeugung gekommen. Sie musste operativ entfernt werden, was allerdings für den Embryo gefährlich werden konnte.
Marias Geständnis am Krankenbett machte das emotionale Chaos dann perfekt.
Wir verließen das Krankenhaus und bangten dem Anruf der Ärztin entgegen. Maria musste wieder nach Hause, um die Nachbarin, die auf die Kinder aufpasste, abzulösen und ich ging mit. Ich wollte mich mit ihr aussprechen und Norbert in unserer Wohnung, wegen Sandra, das Telefon überwachen.
Die Kinder hielten noch Mittagsschlaf und Maria heulte sich bei mir aus. Nur ihrem Mann hatte sie die Abtreibung gestanden. Uns das zu verheimlichen hatte sie immer belastet. Was allerdings am meisten an ihrer Seele nagte, war die Abtreibung an sich. Erst in nachhinein wurde ihr die Tragweite bewusst. Deshalb wollte sie dann ein moralisch einwandfreies Leben führen.
Uns hatte sie als Vorbild auserkoren, denn das Leben, was wir nach außen führten, erschien ihr perfekt. Deswegen saß der Schock dann tief, als wir ihr von Sandra berichteten. Nachdem sie bemerkte, wie gut uns Sandra tat, begann sie umzudenken. Gänzlich über ihren Schatten zu springen, gelang ihr erst, als sie um das ungeborene Leben bangte.
Es tat gut, uns auszusprechen und wir kamen uns wieder sehr nahe. Als die Enkelkinder erwachten, genoss ich es sehr, ungehemmt mit ihnen zu spielen und es lenkte mich vom Bangen um Sandra ab.
Steffen hatte schon Feierabend als Norbert endlich kam und berichtete:
„Also, die Ärztin hat mich gerade angerufen. Die OP ist gut verlaufen, aber weil sie den Embryo nicht schädigen wollten, sind sie sehr vorsichtig zu Werke gegangen und es hat sich gezogen. Der Eingriff wurde vaginal durchgeführt.

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