Die Fee im Spiegel

Rotkerbchens Abenteuer - Teil 4

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Die Fee im Spiegel

Die Fee im Spiegel

Peter Hu

Bald litt das arme Mädchen an fürchterlichen Rückenschmerzen. Und vom vielen Scheuern und Kochen, wurden ihre hübschen Hände ganz rau. Sie war noch immer sehr hübsch anzusehen, gewiss. Aber die immergeilen Zwerge hinterließen eindeutig ihre Spuren. Auch hatte sie bald die unschönen Ringe der ständigen Erschöpfung unter den Augen. Denn die Zwerge (bekanntlich selbst krankhafte Arbeitstiere), kannten nur Höchstleistungen, die natürlich ihren Tribut forderten...

*

...„Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ ...erkundigte sich die finstere Königin in einer turnusmäßigen Routineüberprüfung.

„Frau Königin, ihr seid die Schönste hier. ...Selbst Schneeflittchen, hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen, nimmt es nicht mehr auf, mit Dir“...

„Na, ...geht doch“, ...lachte die böse Frau... und griff gedankenverloren in den Korb mit den vergifteten Äpfeln, die sie sich extra von einer bekannten Giftmischerin hat kommen lassen.

Schon beim ersten Bissen wusste sie, dass sie einen verhängnisvollen Fehler begangen hatte. Ihr Hals schwoll augenblicklich an wie ein Froschbalg an. ...Sie konnte nicht einmal mehr ihre bekannten Verwünschungen ausstoßen...

*

...Trotz des strengen Verbotes der Zwerge, öffnete Schneeflittchen eines Tages die Pforte des Stollens. Denn der Hausierer hatte so ein herzliches Lächeln im Gesicht. Und ihre jetzigen Arbeitgeber hingen ihr schon ziemlich weit zum Hals heraus, ...diese elenden Sklaventreiber...

‚Lieber Lustsklavin der bösen Königin, als Haussklavin bei kleinkarierten Gartenzwergen, die nichts anderes als Bergbau, Bier und Rudelficken im Kopf haben’, .

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