Vielleicht bis in 10 Tagen.“
„Vielleicht.“ antwortet sie hoffnungsvoll.
Es dauert ewig, bis meine Koffer auf dem Transportband auftauchen. Der Zoll lässt mich in Ruhe und ohne nähere Kontrolle passieren. Der Shuttlebus ist schnell entdeckt und mein Sitzplatz darin bald eingenommen. Ich freue mich auf diesen Urlaub. Ich habe ihn mir redlich verdient. Nur kurz flammt die Erinnerung in mir auf, dass wir diesen Urlaub eigentlich zu zweit erleben wollten. Einen echten Traumurlaub auf den Malediven, 5 Sterne in einem tollen Zimmer, mit allem erdenklichen Luxus. Im Nachhinein möchte ich gar nicht wissen, woher - oder sollte ich besser sagen „von wem“ - Carola das Geld für ihren Anteil der Reise hatte. Für wen und/oder wie oft sie dafür ihre schlanken langen Beine breit gemacht hatte. Ein Anflug von Ekel erfasst und schüttelt mich. Ich könnte im Strahl kotzen, wenn ich daran denke. Wie oft mag sie wohl aus einem fremden Bett, frisch besamt, zu mir in mein Bett gestiegen sein. Waren es immer die Momente, in denen sie Unterleibs- oder Kopfschmerzen vorschob, um nicht von mir angefasst oder gar liebkost zu werden? Einfach widerlich, abartig und kaltherzig.
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Das Hotel ist schon ein Traum für sich. Mit offenem Mund bestaune ich den Prunk überall. Alles ist sehr edel in warmen Farbtönen gestaltet. Mit viel Liebe zum Detail. Die Bilder im Prospekt sind also alle echt. Nichts ist beschönigt, nehme ich mit einem Grinsen im Gesicht zur Kenntnis. Im Haupthaus befindet sich nur die Rezeption, die Hotelbar, die Essenräume und der Spa-Bereich.
Gebucht hatte ich eine dieser Hütten, die wie Pfahlbauten weit in das Meer hinaus gebaut waren. 10 oder 12 davon standen in einer Reihe nebeneinander…. einfach perfekt und überwältigend. Wobei der Begriff Hütte die Unterbringung nicht annähernd richtig beschreibt. Eigentlich sind es zweianeinander gebaute Hütten, einer abgeschirmten Veranda mit Liegebereich.
Die Flugbegleiterin
schreibt Huldreich