Ich spüre ihre Blicke genau, wie man es doch immer mit dem 6.Sinn spürt, wann man angesehen wird. Der Weg ihrer Augen hinterlässt eine brennende Spur auf meiner Haut.
„Ich heiße übrigens Katharina, Katharina Neumann. Leute die ich mag dürfen mich Kathi nennen.“, unterbricht sie die Stille.
„Und ich bin Tobias Rolfes, kurz Tobi.“, antworte ich ihr, während ich die letzte Wäsche auf einem Regalbrett im Schrank verstaue.
„Und Katharina, den ersten Schock überwunden?“
„Kathi“, unterbricht sie mich.
„Also Kathi, ok. Geht’s langsam wieder?“
„Ich bin unglaublich sauer, wütend und enttäuscht. Ich hatte mich so auf diesen Urlaub gefreut. Es ist so schön hier. Und nun muss ich morgen wieder zurückfliegen, nach Berlin, in den Alltag. “
„Ja das verstehe ich, würde mir auch alles verhageln.“
„Darf ich eben dein Bad benutzen um mich etwas frisch zu machen?“ fragt sie.
Ohne eine Antwort zeige ich ihr das Bad und schließe brav hinter ihr die Tür. Schon kurze Zeit später höre ich das Wasser rauschen. Es dauert fast 20 Minuten bis sie wieder in meinem „Schlafzimmer“ steht. Ihre langen braunen Haare hängen noch etwas nass bis auf ihre Schultern. Die Uniform der Airline hat sie gegen eine enge Jeansshorts und eine Bluse, die sie unterhalb ihrer Brüste zusammengeknotet hat, getauscht. Vor mir steht eine bildschöne etwa 40jährige Frau, etwa 1,75 groß und schlank. Nicht zu schlank, kleines Pölsterchen auf ihrem ansonsten flachen Bauch sind zu erkennen. Ihre Brüste, mittelgroß, werden von einem BH in perfekter Form gehalten. Endlos lange, schlanke Beine – na klar, sie schafft sicher einige Schritte am Tag – die in einen süßen flachen Hintern enden. Mein Puls wird merklich schneller.
„Was ist, siehst du Geister?“, fragt sie mich mit einem verschmitzten Lächeln.
„Nein einen Engel.“
Au weia, habe ich das gerade laut gesagt? Ich erwarte ein Donnerwetter von ihr, während eine ziemliche Röte meine Wangen überzieht. Etwas wie: Frechheit… was fällt dir ein… was glaubst du wer du bist… Stattdessen kommt: „Danke, das hast du schön gesagt.“
Plötzlich ist sie zum vertrauten „DU“ gewechselt und hauchte mir einen leichten Kuss auf die Wange. Den Spielball fange ich gerne auf.
Die Flugbegleiterin - Kapitel 1
101 31-48 Minuten 1 Kommentar
Die Flugbegleiterin - Kapitel 1
Zugriffe gesamt: 10406
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.
Die Flugbegleiterin
schreibt Huldreich