“; ist das letzte, was ich sage, als mir erschöpft die Augen zufallen.
Tobi, und was jetzt? Ja genau, was jetzt? Still sitze ich in meinem Sessel und sehe dir beim Schlafen zu. Wieder und wieder flimmern die Bilder in meinem Kopf, wie ich sie mir hundertfach in meiner Eifersucht vorgestellt habe. Wie du dich ihm hingibst, ihn erlebst und genießt. Wie ihr euch erregt, schweißüberströmt im Bett herumwälzt.
Nach deiner Scheidung war er vielleicht eine willkommene Abwechslung. Greifbar nah und nahezu jederzeit verfügbar. Vielleicht warst du sogar etwas stolz, dass du einen deutlich jüngeren Mann für dich gewinnen konntest. Vielleicht hast du es gebraucht, ihn wie eine Trophäe herumzuzeigen und zu sagen: ‚Seht alle her, was ich für einen schönen und jungen Mann an meiner Seite habe!‘
Aber auf der Gangway konnte ich deine Abneigung gegen diesen Schönling sehen. Da war null Komma null Liebe deinerseits zu erkennen gewesen. Ängstlich hast du ihn immer wieder von der Seite angesehen.
Aus gekränktem Stolz und verletzter Eitelkeit hat er sich so brutal an dir gerächt. Egal was zwischen euch war, so ein Verhalten ist verachtenswert! Ich hoffe nur, dass er seiner gerechten Strafe nicht entgehen wird.
Was mag jetzt in dir vorgehen? Wie wirst du das verkraften? Mit der Erniedrigung umgehen? Wie wird sich die Airline verhalten, werden sie zu dir stehen? 1000 Fragen schwirren mir unbeantwortet durch den Kopf!
Nur eines steht für mich unumstößlich fest: Egal, was aus uns wird, ich werde dir helfen, wo ich kann, dich im Kampf gegen diesen Verbrecher zu unterstützen. Werde da sein, wann immer du mich brauchst, wofür auch immer! Im Zweifel
auch nur als gute Freunde! Dein Geständnis tat mir weh, keine Frage. Vor unserem Urlaub kannte ich dich nicht. Jeder von uns hat(te) sein eigenes Leben. Da war es dein gutes Recht, zu tun was du für richtig erachtet hast.
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