Ich habe die Idee, einen Kaffeenachmittag zu organisieren. Ähnlich, wie wir es bei Marko und Frauke gemacht hatten. Du findest meine Idee genau richtig und wir einigen uns auf den nächsten Sonntag. Auf die lange Bank schieben kommt nicht in Frage.
Deine Eltern sind klasse. Jetzt weiß ich, woher du deine liebevolle Art hast. Beide begrüßen mich freundlich. Dein Vater etwas zurückhaltend per Handschlag, aber deine Mutter schließt mich gleich fest in ihre Arme.
Ohne, dass es abgesprochen wäre, machen es meine Eltern bei dir ähnlich.
Keine abschätzigen Bemerkungen oder verächtlichen Blicke und kein abfälliges Mustern. Vom ersten Augenblick an haben wir das Gefühl, in der jeweils anderen Familie herzlich willkommen zu sein.
Deine Mutter fragt dich, ob du immer noch dieses große Fotoalbum von früher hast. Zähneknirschend legst du es auf den Tisch. Sofort entsteht ein wildes Gegacker zwischen uns Frauen, als wir die Kinderbilder von dir durchsehen. Du warst früher schon ein ganz Süßer.
Ihr Männer habt euch verdrückt. Worüber ihr euch unterhaltet, verstehe ich nicht. Aber eure Stimmung ist nicht weniger gut. Auch an eurem Tisch wird viel gelacht.
Es ist ein kurzweiliger Nachmittag, bis sich alle spät abends verabschieden. Mit dem Verlauf des Tages sind wir sehr zufrieden. Es bestärkt uns, alles richtig gemacht zu haben.
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Dann kommt eine Zeit, in der bei uns alles so läuft, wie es normalerweise in einer glücklichen Beziehung laufen sollte. Gott sei Dank ohne neue Hiobsbotschaften, ohne Streit und Stress.
Wir freuen uns darauf, uns abends in den Arm zu nehmen und uns zu küssen, wenn wir von der Arbeit kommen. Uns wird immer noch warm, wenn wir zusammen auf der Couch sitzen und kuscheln. Der Reiz des Neuen ist noch lange nicht verflogen. So vergehen zweieinhalb Monate, geprägt vom Alltag in der Luft oder bei dir am Schreibtisch, von sinnlicher Erotik und vom Vertiefen unserer noch jungen Beziehung.
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