Wir haben noch etwas Zeit, bis der Flug aufgerufen wird. Lea schläft den Schlaf der Gerechten in ihrem Maxi Cosi. Wie ein Püppchen liegt sie da. So friedlich und lieb.
„Huhu, wir wollen auch mit!“ Wild mit den Händen fuchtelnd sehen wir unsere Eltern auf uns zustürmen.
Heimlich haben sich die Herrschaften eigene Flüge gebucht.
„Ja habt ihr denn wirklich gedacht, wir lassen uns mit so einem blöden Computer abspeisen? Das Spektakel lassen wir uns auf gar keinen Fall entgehen!“
Natürlich freuen wir uns, dass sie alle mitkommen. Schöner kann es gar nicht sein, neben den besten Freunden auch die Eltern dabei zu haben. Es ist schon fast zu perfekt, hoffentlich geht alles gut.
Auf jeden Fall sind jetzt genug Leute an Bord, die meine Tochter auf dem 23stündigen Flug, Zeitverschiebung mitgerechnet, abwechselnd bespaßen können.
In Vegas empfängt uns traumhaftes Wetter. Um diese Jahreszeit hat es schon gern mal 27 Grad. Der Klimawechsel von kühl auf warm, geht schon etwas an die Kondition. Dazu noch der Jetlag.
Ganz ehrlich, so extrem hätte ich es mir nicht vorgestellt. Die ersten zwei Nächte ist an Schlaf kaum zu denken. Auch für die Kleine ist die Zeitumstellung eine ziemliche Störung in ihrem gewohnten Rhythmus.
Es ist schon mehr als beeindruckend, wie prunkvoll und luxuriös die Casinos um potentielle Kunden buhlen. Natürlich sehen wir uns ein paar von ihnen an und verdaddeln eine kleine Handvoll Dollar an den „Einarmigen Banditen“, wenn wir schon mal da sind?
Fasziniert beobachten wir die gewaltigen Wasserfontänen der Springbrunnen, die farblich untermalt eine ergreifende Show zeigen.
Ohne unsere Eltern sehen wir Brautleute uns die Kirche unserer Wahl an. Ein weißes, kirchenähnliches Gebäude, mit zwei kleinen Türmen an der Eingangsseite. Die zweiflügelige Tür gibt weit offen den Blick auf eine wunderschön abgestimmte Farbenpracht frei. Weiße Bänke, weiße Wände, aber mit einem Meer aus Blüten und Girlanden geschmückt.
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