Die Frau erster Klasse

Showtime - Teil 1

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Die Frau erster Klasse

Die Frau erster Klasse

Lenard D. Blixen

„Ja, die Bekanntschaft aus dem Zug.“
„Ah ja, wie kommen Sie denn an meine Nummer?“
„Vermissen Sie nichts? – Ich habe Ihr Buch gefunden. Da war Ihre Mobilfunkrechnung drin. Und ich hab mir gedacht, bevor ich Ihnen das Buch zurückschicke, frage ich mal lieber nach…“
„Oh, das ist aber nett! Ja, tatsächlich, ich muss es wohl liegen gelassen haben. War ja auch ganz schön aufregend…“
„Gefallen Ihnen meine Bücher?“
„Wieso Ihre Bücher?“, fragte sie verwundert.
„Na, weil ich sie geschrieben habe, Lenard D. Blixen.“
„Waaas? Sie sind der Autor? Ist jetzt nicht wahr, oder?“
„Doch, Tatsache. Ich bin Schriftsteller für erotische Literatur.“
„Ja, Wahnsinn! Ich habe alle Ihre Bücher gelesen, manche sogar mehrmals…!“
„Oh, das freut mich! Haben sie Ihnen also gefallen?“

Kleine Pause auf Verenas Seite: „Ja, sehr.“, sagte Verena leise.
Bevor ich antwortete, nippte ich an meinem Whisky. „Und – erregt es Dich, was Du da so liest?“
Verena schien zu überlegen. Nach einer Weile sagte sie leise: „Ja, sehr!“
„Hast Du es Dir dabei gemacht?“ Ich ging direkt in die Vollen und brannte auf Verenas Antwort!

Sie schien mit ihrer Antwort abermals zu zögern. Ihre Stimme zitterte, als sie antwortete: „Ja, hab ich! Es macht mich so geil, wenn ich Deine Geschichten lese! Wie ein erotischer Film, der sich in meinem Kopf abspielt…“
„Das ist meine Intention! Meinen Lesern und besonders natürlich meinen Leserinnen „Lust“ zu bereiten, körperliches Verlangen zu entfachen!“

Wieder eine Pause. Ich hörte sie nur tief atmen. „Ich muss Dich sehen!“, presste Verena hervor. „Wo bist Du?“
„In Frankfurt, ich hatte einen Termin bei meinem Verleger und heute Abend gebe ich eine Lesung aus meinem neuesten Buch im Kulturhaus Haus am Dom. Wenn Du willst, lasse ich Dir einen Platz reservieren. 19:30 Uhr. Adresse schicke ich Dir per SMS.“
„Ok. Ich wohne in Darmstadt. Bis Frankfurt brauche ich ca. eine Stunde. Ich werde da sein, versprochen! Ich freu mich auf heute Abend!“
„Ok, dann bis nachher!“


Die Moral von der Geschichte:
You're beautiful, you′re beautiful
You′re beautiful, it's true
James Blunt

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