Ihre Hand ließ sie schließlich auf ihrem Dekolleté liegen.
Ihr Fuß berührte mich, scheinbar unbeabsichtigt, an der Außenseite meines Unterschenkels. Aber statt mich etwas zurückzunehmen, wie es sich bei einer zufälligen oder sogar unangenehmen Berührung gebietet, hielt ich dagegen. Und sie begann, ihr ausgestrecktes Bein im Takt des schaukelnden Zuges zu bewegen.
Kein Zweifel, die schöne Unbekannte füßelte mit mir!
Einen Moment später blickte ich auf, wieder direkt und tief in ihre Augen. Und was für Augen! Ein wonniger Schauer der Erregung ergriff mich. Sie lächelte mich an! Es war ein ganz besonderes Lächeln, ja, ich würde sagen: ein Lächeln, wie es ganz besonders entsteht, wenn der berühmte Funke zwischen zwei Menschen überspringt. Nur ein Hauch öffnete sie ihre Lippen, so, als wolle sie gleich etwas sagen.
Unwillkürlich lächelte ich zurück. Ich musste mich keineswegs verstellen, ein ähnlich berührendes Lächeln zu senden. Dieser Moment, in dem wir uns so in die Augen schauten, kam mir vor wie eine Ewigkeit. Dann senkte sie ihren Blick, und auch ich widmete mich wieder meinem Bildschirm. Mein Mund war plötzlich ganz trocken, und ich musste mich erneut räuspern.
Sie seufzte deutlich hörbar und blätterte auf die nächste Seite. Für eine Sekunde kreuzten sich unsere Blicke abermals. Wir lächelten beide, und man konnte das Knistern förmlich greifen!
Es war mir völlig entgangen, dass mich mein Gegenüber ebenfalls verstohlen musterte, ebenfalls versuchte, einen Blick auf mein Bermudadreieck zu werfen. Hätte sie einen „Supergirl-Röntgenblick“ gehabt, hätte sie sehen können, wie sich ein Dino in seinem Nest entwickelte.
Plötzlich legte sie das Buch neben sich in den Sessel und stand auf. Sie warf den hinteren Teil ihres Kleides nach hinten, um sich dann wieder hinzusetzen.
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