Ich trat ein und errötete vermutlich sofort wieder bei der äußerst reizvollen und prickelnden Vorstellung, dass Rahel Selina und mich gesehen hatte. Sie trug bereits ihr Sommerkleid, lümmelte auf dem Sofa und schrieb etwas in eine Art Tagebuch.
„Tut mir leid“, stammelte ich verlegen. „Es hat ein bisschen länger gedauert, Selina wach zu bekommen.“
Rahel schenkte mir ein bezauberndes Lächeln und sie antwortete: „Das macht nichts.“
„Danke“, antwortete ich und fuhr fort: „Wenn Selina aus dem Bad kommt, können wir frühstücken.“
Ein paar Minuten später saß ich mit Selina und Rahel am Frühstückstisch.
Da sich der Himmel inzwischen bewölkt hatte, disponierten wir kurzfristig um und zogen das Shooting im Abendkleid in dem alten Haus vor. Rahel zog sich aber nicht mehr um, bevor wir losfuhren, sondern nahm sich ihr Abendkleid nur mit. Selina kam auch mit. Mit ihr war ich schon öfter in dem halbverfallenen Gebäude gewesen. Und von ihr hatte ich dort auch schon Bilder gemacht.
Während der Fahrt hatte es bereits zu Regnen begonnen. Wir schlüpften also schnell durch das nur schlecht verschlossene Tor in der Mauer, die das Haus umgab und huschten in das verwunschene, alte Gebäude.
Während Rahel sich umzog und mit Selinas Hilfe nur ganz dezent schminkte, sah ich mich in dem Haus um. Eigenartigerweise sehen alte, verlassene Häuser, in denen kein Mensch mehr wohnt, fast jedesmal anders aus, wenn man sie wieder betritt. Ich bin mir nicht sicher, ob das an dem langsamen Verfall liegt, oder daran, dass sich auch andere Leute heimlich in solche Häuser schleichen und dort beabsichtigt oder unbeabsichtigt irgendwelche Veränderungen vornehmen.
Ich suchte schon nach einigen Stellen und Perspektiven, an und aus denen ich Rahel fotografieren konnte. Und als sie umgezogen und geschminkt war, fingen wir auch gleich an.
Es war ein sehr schönes, entspanntes, lustiges, aber auch anstrengendes Shooting.
Die Freundin meiner Freundin
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Die Freundin meiner Freundin
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Aus dem Leben gegriffen...?
schreibt Rover
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schreibt Rover