Die Freundin meiner Freundin

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Die Freundin meiner Freundin

Die Freundin meiner Freundin

Jürgen Lill

Doch als wir im Auto auf dem Heimweg waren, hörte ich Rahel plötzlich zaghaft vom Rücksitz fragen: „Glaubst Du, dass gestern und heute ein paar gute Bilder entstanden sind, Josh?“
Im Rückspiegel konnte ich sehen, dass Rahels Augen fragend und erwartungsvoll auf mich gerichtet waren. Ich antwortete: „Gestern waren ein paar ganz brauchbare dabei, soweit …“
Selina kündigte ihre Unterbrechung meiner Antwort mit einem leichten Druck ihrer Hand an, die auf meinem Oberschenkel lag.
„Glaub ihm kein Wort“, sagte sie zu Rahel, während sie sich zu ihr umdrehte, „Josh macht keine brauchbaren Bilder.“
Dabei betonte sie das „brauchbare“ ganz besonders.
„Hm“, schmollte ich, aber Selina fuhr schon fort: „Du wirst sehen, dass es ganz tolle Bilder sind.“
Ich sah Rahel im Rückspiegel nachdenklich nicken, als sie erwiderte: „Das glaube ich auch!“
Für einige Augenblicke schwieg sie. Als sie wieder zu Sprechen begann, bemerkte ich die Überwindung, die es sie kostete, mir die Frage zu stellen: „Würdest Du auch Aktfotos von mir machen?“
Ich spürte, wie ich weiche Knie bekam und fuhr rechts ran. Im Rückspiegel trafen sich unsere Augen und wir erröteten wie auf Kommando. Während ich noch verzweifelt meine Stimme hinter einem Verlegenheitsräuspern wieder zu finden hoffte, antwortete Selina schon an meiner Stelle: „Natürlich wird er!“
Ich nickte bestätigend, machte „Mmh!“ und fuhr wieder weiter.
Der Abend verlief ähnlich, wie der vorangegangene: Bilder auf den PC laden, essen, Bilder drehen, durchsehen, und die missglückten löschen. Allerdings kam Selina an diesem Tag nach einer Weile zu mir ins Esszimmer und bat mich, mich auch zu Rahel und ihr ins Wohnzimmer zu setzen. Es fiel mir zwar, wie nach jedem Shooting, schwer, mich von den Bildern zu lösen, aber trotzdem folgte ich gerne Selinas Einladung. In Erwartung und Vorfreude auf das Aktshooting mit Rahel am nächsten Tag konnte ich kaum meinen Blick von ihr wenden.

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Aus dem Leben gegriffen...?

schreibt Rover

So mancher unserer Kollegen des wundervollen Hobbys Fotografie ist sicherlich bereits ebenfalls diesem Dilemma begegnet, oft ist es zwar schwer, aber unumgänglich, die notwendige Professionalität zu wahren, auch als Amateur! So finde ich zum Beispiel die Verwendung einer Telelinse nicht übel, ich selbst praktiziere dies ebenso, aus Respekt vor dem Modell. Die Spannung während der shootingtermine ist sehr gut beschrieben, das After-Shooting ist allerdings ganz persönlich und hat mit dem Fotojob nichts mehr zu tun. Dennoch anregend und lesenswert! Ich wünsche Dir weiterhin gutes Licht und inspirierende Motive!

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