Die Freundin meiner Freundin

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Die Freundin meiner Freundin

Die Freundin meiner Freundin

Jürgen Lill

Nach einer Weile ließ ich Rahel die Haare öffnen. Als sie den Knoten löste, ergossen sie sich wie ein seidiger Schleier über ihren Körper. Rahel tanzte mit wehenden Haaren auf kargem Fels. Und ich flatterte wie ein Schmetterling um sie herum, immer auf der Suche nach der besten Perspektive. Ich kletterte auf Felsen, ging vor ihr in die Knie und lag am Boden, während sie über mich hinweg tanzte. Obwohl ich ihr auf diese Weise voll zwischen die Beine sehen konnte und dabei auch fotografierte, haben die dabei entstandenen Bilder eine geradezu unschuldige Natürlichkeit.
Jetzt war ich ganz in meinem Element. Akt in Bewegung hat mich von jeher fasziniert. Aber niemals zuvor hatte ich ein Model wie Rahel vor der Kamera gehabt.
In der Kiesgrube gab es auch einen kleinen, künstlich entstandenen See, der zu einem wunderschönen Biotop geworden war. Rahel kniete sich ins flache Wasser und ich fotografierte ebenfalls im Knien vom Ufer aus. Als sich Rahel dann hinlegte und ich zum fotografieren ebenfalls auf das Niveau der Wasserfläche wollte, merkte ich, dass ich plötzlich in meinen Möglichkeiten, den besten Blickwinkel zu finden, zu eingeschränkt war. Ich musste ebenfalls ins Wasser, hatte aber, da ich vorher nicht an diese Möglichkeit gedacht hatte, keine Badehose dabei. Kurz entschlossen erklärte ich Rahel mein Problem und fragte sie, ob es in Ordnung wäre, wenn ich mich bis auf die Unterhose ausziehen würde.
„Ich habe auch kein Problem, wenn Du Dich ganz ausziehst“, antwortete Rahel.
„Danke“, erwiderte ich, während ich mich schon auszog, „aber bis zur Unterhose reicht schon.“
Als Fotograf würde ich mich unter keinen Umständen selbst nackt ausziehen. Die einzigen Ausnahmen von dieser Regel gab es bei ähnlichen Situationen mit Selina, weil das Verhältnis zu ihr durch unsere Beziehung einfach ein anderes ist. Allen anderen Models gegenüber lege ich den größten Wert auf Seriosität.

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Aus dem Leben gegriffen...?

schreibt Rover

So mancher unserer Kollegen des wundervollen Hobbys Fotografie ist sicherlich bereits ebenfalls diesem Dilemma begegnet, oft ist es zwar schwer, aber unumgänglich, die notwendige Professionalität zu wahren, auch als Amateur! So finde ich zum Beispiel die Verwendung einer Telelinse nicht übel, ich selbst praktiziere dies ebenso, aus Respekt vor dem Modell. Die Spannung während der shootingtermine ist sehr gut beschrieben, das After-Shooting ist allerdings ganz persönlich und hat mit dem Fotojob nichts mehr zu tun. Dennoch anregend und lesenswert! Ich wünsche Dir weiterhin gutes Licht und inspirierende Motive!

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