Die Freundin meiner Freundin

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Die Freundin meiner Freundin

Die Freundin meiner Freundin

Jürgen Lill

Ich war schon fast am Einschlafen, als ein warmer Waschlappen die klebrigen Spuren des vorangegangenen Abenteuers von meinem Körper wusch. Dann wurde ich abgetrocknet. Und kurz darauf wurde ich von meinen Fesseln befreit, ohne dass ich aber von meiner wiedererlangten Bewegungsfreiheit Gebrauch machte. Zuletzt wurde das Tuch gelöst, mit dem meine Augen verbunden worden waren. Meine Augenlider waren schwer. Ich öffnete sie nur mit Mühe und blinzelte Selina an, die im schwachen Licht der Morgendämmerung lächelnd neben mir auf dem Bett kniete. Ich schlang meine Arme um sie und zog sie auf mich. Zärtlich küssten wir uns und schliefen bald eng umschlungen ein.
Trotz des langen und kraftraubenden Abenteuers dieser Nacht, erwachte ich nicht sehr viel später als gewöhnlich und fühlte mich frisch und erholt. Vorsichtig löste ich mich aus Selinas Armen, gab ihr einen zärtlichen Kuss und schlich mich aus dem Schlafzimmer, um sie nicht zu wecken.
Nur mit meinem Slip bekleidet ging ich ins Bad. Als ich die Tür öffnete, sah ich Rahel mit geschlossenen Augen in der Badewanne liegen. Sie schien friedlich im warmen Schaumbad zu schlafen, öffnete bei meinem Eintreten aber sofort die Augen und sah mich einem eigenartigen, gleichzeitig schüchternen und erwartungsvollen Blick an. Überrumpelt von diesem Anblick stammelte ich nur „Entschuldigung“, ging rückwärts wieder aus dem Bad und schloss die Tür von außen wieder.
Vor der Tür blieb ich stehen. Mein Herz schlug schnell. Ich überlegte, ob mein Erlebnis und die Eindrücke, die ich in der vorangegangenen Nacht, gefesselt und mit verbundenen Augen, gehabt hatte, real gewesen waren. Ich kam zu dem Ergebnis, dass sie es gewesen sein mussten. Aber das Geheimnisvolle, das wie ein Tuch über diese Nacht gebreitet lag, hatte einen eigenartigen Reiz. Ich wagte nicht, dieses Tuch zu lüften.
In Gedanken an das Erlebte ging ich in die Küche, um das Frühstück vorzubereiten.

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Aus dem Leben gegriffen...?

schreibt Rover

So mancher unserer Kollegen des wundervollen Hobbys Fotografie ist sicherlich bereits ebenfalls diesem Dilemma begegnet, oft ist es zwar schwer, aber unumgänglich, die notwendige Professionalität zu wahren, auch als Amateur! So finde ich zum Beispiel die Verwendung einer Telelinse nicht übel, ich selbst praktiziere dies ebenso, aus Respekt vor dem Modell. Die Spannung während der shootingtermine ist sehr gut beschrieben, das After-Shooting ist allerdings ganz persönlich und hat mit dem Fotojob nichts mehr zu tun. Dennoch anregend und lesenswert! Ich wünsche Dir weiterhin gutes Licht und inspirierende Motive!

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